Das Haus vor Schäden bewahren

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Mit fachmännischer Hilfe kann man eventuellen Feuchteproblemen im Eigenheim schnell auf die Schliche kommen.

Ein Frühlings-Check für die eigenen vier Wände gibt Sicherheit

(djd). Alle Jahre wieder ist der Frühling für Hausbesitzer die Zeit, in der es einiges zu tun gibt. Sie befreien Haus und Garten von den Spuren des Winters und machen sie fit für die schöne Jahreszeit. Wenn ein Haus in die Jahre kommt, dann kann man den Frühjahrsputz noch ausweiten und das Gebäude einer gründlichen Inspektion unterziehen. „Das lohnt sich, um größere Schäden zu vermeiden, die auch aus kleinen Ursachen entstehen können“, sagt Florian Becker, Geschäftsführer bei dem Verbraucherschutzverein Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB).

Feuchteprobleme frühzeitig entdecken

Verrutsche Dachziegel etwa lassen sich mit überschaubarem Aufwand in Stand setzen. Bleiben sie unbeachtet, können im Dach teure Feuchteschäden entstehen. Mit der Hilfe eines unabhängigen Sachverständigen, zum Beispiel eines Bauherrenberaters des BSB, lassen sich viele weitere Gebäudeteile unter die Lupe nehmen. Er inspiziert zum Beispiel Anschlüsse und Durchdringungen, untersucht die hölzerne Dachkonstruktion auf Schädlingsbefall oder nimmt die Dichtungsbahnen des Dachs in Augenschein. Auch Risse und Schäden am Schornstein, durch die Feuchtigkeit eindringen könnte, lassen sich rechtzeitig feststellen.

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Sockelbereich und Keller nicht vergessen

Im Rahmen eines Instandhaltungs-Checks, zu dem es auf www.bsb-ev.de ein kostenloses Ratgeberblatt und Adressen unabhängiger Sachverständiger gibt, werden auch die anderen Bauteile durchgecheckt. Als Beispiele nennt Becker den Sockelbereich des Hauses, an dem Putzabplatzungen oder Absandungen auf Feuchtigkeit schließen lassen. Oder die Fenster, deren Dichtungen regelmäßig untersucht werden müssen. Ein Risiko für die Bausubstanz bedeuten auch Schäden an Balkonen und anderen Außenbauteilen. Im Keller schließlich können muffige Gerüche oder Verfärbungen an den Wänden Hinweise auf Feuchtigkeitsprobleme geben. Hier lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die Heiztechnik: Ist sie noch zeitgemäß oder könnten mit einer modernen Anlage Kosten gespart werden?

Bauteile eines Hauses – und wie lange sie halten

(djd). Wohnhäuser sind auf eine lange Lebensdauer ausgelegt. Doch nicht alle Bauteile halten ein Hausleben lang. In einem kostenlosen Ratgeberblatt „Instandhaltungs-Check“ listet der Verbraucherschutzverein Bauherren-Schutzbund e.V. die wichtigsten Bauteile und ihre typischen Lebensdauern auf, Download unter www.bsb-ev.de. So halten etwa Innenanstriche oder die Anstriche von Türen, Fenstern und offenen Holzkonstruktionen 5 bis 15 Jahre, Dacheindeckungen, Schornsteinköpfe oder Fliesenbeläge eher 30 bis 50 Jahre. Natürlich hängen die Lebensdauern auch von der Materialqualität, der Verarbeitung und der Beanspruchung ab. Am besten lässt sich unvorhergesehenen Instandhaltungen durch eine regelmäßige Sichtkontrolle vorbeugen.