Gelenkbeschwerden bei Vierbeinern – Das können Sie tun

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Aktiv bis ins hohe Alter - durch die richtige Ernährung und Bewegung bleiben die Gelenke beim Vierbeiner fit.
Aktiv bis ins hohe Alter - durch die richtige Ernährung und Bewegung bleiben die Gelenke beim Vierbeiner fit. Foto: djd/pilzshop.de/Getty

So kann man Gelenkerkrankungen bei Vierbeinern vorbeugen und sie verbessern

(djd). Die Deutschen lieben Haustiere: Statistiken zufolge leben rund 34 Millionen Tiere unter heimischen Dächern. Die größten Anteile stellen laut Schätzungen des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) Katzen und Hunde dar. Und das nicht ohne Grund: die flauschigen Vierbeiner sind treue Freunde und lehrreiche Spielpartner. Doch ebenso wie ihre Menschen, können auch Mieze und Bello krank werden. Gelenk- und Muskelerkrankungen sind bei Vierbeinern eine häufige Diagnose. Als Klassiker bei Hunden bekannt ist die sogenannte Hüftgelenksdysplasie (HD). Sie zeigt sich teils schon bei jungen Fellnasen. Vertreter großer, schnell wachsender Hunderassen sind dagegen oft von der Ellenbogendysplasie (ED) betroffen. In beiden Fällen spielt neben dem Erbgut die Fütterung eine große Rolle. Studien zeigen, dass Fertigfutter mit hohem Getreideanteil die Entstehung dieser Krankheiten begünstigt.

Vorsicht bei Sprüngen und Fehlbelastung

Doch auch Fehlbelastungen, etwa beim Treppensteigen oder beim Sprung auf das Sofa, sowie Übergewicht können Gelenkprobleme nach sich ziehen. Rötung, Wärme, Schwellung und Schmerzen gelten hier als ernstzunehmende Leitsymptome. Eine rasche Behandlung ist ratsam, um das Tier vor weiteren Folgen zu bewahren. Nicht immer sei dann die „chemische Keule“ notwendig, weiß Sarah Mergen, Inhaberin einer renommierten Tierheilpraktikerschule in Geretsried bei München. Sie setzt bei Gelenkbeschwerden ihrer Tiere neben Physiotherapie und Osteopathie seit Jahren erfolgreich Vitalpilze ein. „Vor allem im Hinblick auf Ellbogen- und Hüftdysplasie sowie Arthrosen können wir bei den Vierbeinern damit vorbeugend viel erreichen“, so die Expertin. An erster Stelle stehe jedoch eine gründliche Diagnostik, um die Behandlung anzupassen.

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Den Bewegungsapparat unterstützen

Akute Lahmheitsursachen wie Zerrungen von Sehnen und Muskeln sprechen ebenfalls gut auf Vitalpilze an. Sarah Mergen setzt häufig den „Maitake“ für die Muskeln sowie den „Reishi“ zur Förderung der Durchblutung und zur Entzündungshemmung ein. Bei älteren Tieren mit Gelenkproblemen komme eine Kombination aus „Shiitake“ und „Reishi“ in Frage. Nähere Infos zu Vitalpilzen gibt es unter www.pilzshop.de. Grundsätzlich gilt, dass Aktivität die Gelenkgesundheit bei Hunden fördert. Dadurch wird auch Übergewicht vorgebeugt, was ebenfalls den Bewegungsapparat belastet. Am günstigsten ist das Gassigehen auf weichen Untergründen im Wald und auf Wiesen, da diese Böden Bewegungen sanft abfedern. Sinnvoll kann es auch sein, den Vierbeiner über eine Rampe ins Auto steigen zu lassen oder ihm eine Aufstieghilfe zu erhöhten Lieblingsplätzen zu bieten.

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Arthrose bei Haustieren

Vor allem Hunde können von Arthrose betroffen sein. Dabei kommt es zu einem Gelenkverschleiß, der durch Abnutzung des Gelenkknorpels entsteht. Verschwindet dieser „Puffer“, reiben nach und nach die empfindlichen Knochenenden aufeinander, was mit Schmerzen, Überwärmung und Schwellungen einhergeht. Tierarten, die durch ihren Einsatz einer starken Belastung unterliegen, wie etwa Sportpferde, entwickeln im Laufe ihres Lebens häufiger Gelenkprobleme. Auch genetisch vorbelastete Hunderassen, bei denen Hüft- oder Ellenbogendysplasie häufig ist, sind anfälliger für eine Arthrose. Hinzu kommt die höhere Lebenserwartung bei guter Betreuung durch den Menschen und ein damit verbundener altersbedingter Gelenkverschleiß.