Digitale Entgiftung

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Das Smartphone ist unverzichtbar geworden, ob Zuhause oder auf Reisen - allerdings sollte man das Handy regelmäßig auch mal ganz bewusst zur Seite legen.
Das Smartphone ist unverzichtbar geworden, ob Zuhause oder auf Reisen - allerdings sollte man das Handy regelmäßig auch mal ganz bewusst zur Seite legen. Foto: djd/Deutsche Telekom/iStockphoto-pixelfit/freepik-lanrentuku

Umgang mit dem Smartphone: Die vier wichtigsten Expertentipps zu „Digital Detox“

(djd). Fotos posten, Facebook und E-Mails checken, Freunde und Familie erreichen – das Smartphone ist für die meisten von uns unverzichtbar geworden, ob Zuhause oder auf Reisen. Viele unterschätzen dabei jedoch den damit verbundenen Stress. Denn die ständige Erreichbarkeit, und sei es auch nur privat, lässt wenig Luft, einmal richtig auszuspannen. Mit der Smartphone-Invasion kam deshalb auch der Trend zur digitalen Entgiftung – auf Englisch Digital Detox. Ziel ist es, die Nutzung des Smartphones im Alltag einzuschränken, sich weniger ablenken zu lassen und wieder verstärkt anderen Aktivitäten nachzugehen. Was erst einmal leicht klingt, erfordert häufig viel Selbstdisziplin und Willenskraft, denn das Smartphone ist für viele ein selbstverständlicher Alltagsbegleiter. Eine gute Vorbereitung hilft bei der „Entgiftung“. Das Smartphone selbst bietet eine Reihe von Möglichkeiten, um die Nutzung beinahe automatisch einzuschränken. Celina Kranich, Expertin bei der Computerhilfe der Telekom, hat die vier wichtigsten Tipps zusammengefasst:

Vier Tipps zur digitalen Entgiftung

1. Mehr ist weniger – hilfreiche Apps installieren: Es klingt ironisch, doch tatsächlich gibt es auch für den Digital-Detox-Trend die passenden Apps. Diese messen etwa, wie häufig wir unser Smartphone entsperren, wie oft wir welche App benutzen und wie viel Zeit wir mit ihnen verbringen.

2. Mitteilungsfunktionen bearbeiten: Das Aufleuchten von Push-Benachrichtigungen lässt den Blick regelmäßig zum Smartphone schweifen. Um diese Ablenkung zu vermeiden, kann man in den Einstellungen des Smartphones die Mitteilungsoptionen anpassen – für jede App individuell. Hier lassen sich Töne ausschalten, Hinweise im Sperrbildschirm oder bei der Verwendung verbieten oder jegliche Mitteilungen deaktivieren.

3. Aus den Augen, aus dem Sinn – Apps deinstallieren: Apps verleiten dazu, aus Langeweile darauf zu klicken, auch, wenn man gerade gar kein bestimmtes Anliegen hat. Nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“ kann man bestimmte Apps – etwa soziale Netzwerke – deinstallieren und die Netzwerke stattdessen bei Bedarf im Browser des Smartphones öffnen.

4. Ruhezeiten einrichten: Mit dem Flug- oder dem Nicht-Stören-Modus lassen sich sämtliche Benachrichtigungen und Anrufe mit einem Klick vermeiden. Eine weitere Option ist das Einrichten automatischer Ruhezeiten – so weiß das Smartphone, wann es zu schweigen hat. Beim iPhone kann man über den Nicht-Stören Modus feste Zeitintervalle festlegen, in denen niemand stören darf, Ausnahmen können definiert werden.

Einstellungstipps fürs Smartphone gibt es unter www.telekom.de/digital-community oder unter www.telekom.de/computerhilfe

So viel Zeit frisst das Smartphone

Das Smartphone ist der liebste Zeitvertreib der Deutschen. Neun von zehn Bundesbürgern sind online und nutzen ihr Smartphone dabei im Schnitt zwei Stunden am Tag. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar mehr als vier Stunden täglich – das macht 1.472 Stunden im Jahr. Dabei wird das Smartphone am liebsten fürs Internet und die Kommunikation genutzt. Im Schnitt verbringen die Deutschen fast eine Stunde mehr Zeit am Smartphone als an der frischen Luft. 63 Prozent der 14- bis 29-Jährigen gehen mit ihrem Smartphone auch unterwegs täglich ins Internet (Quellen: ARD-ZDF-Onlinestudie 2017 und Studie von Splendid-Research 2018).