Vom Stein- und Wasserpfad bis zum Mainerlebniszentrum

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Foto: © Jennifer Knipping, Landratsamt Haßberge

Erste positive LEADER-Beschlüsse für das Jahr 2017 gefasst

In der ersten Sitzung des Steuerkreises der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Haßberge in diesem Jahr wurden die ersten positiven LEADER-Beschlüsse gefasst. Grünes Licht gab es für das Projekt „Stein- und Wasserpfad Wonfurt“. Anhand einer Präsentation erläuterte Wonfurts Bürgermeister Holger Baunacher die Planungen, die die Aufwertung des Ortseingangs, des Von-Seckendorff-Platzes vor dem Wonfurter Schloss und der Altachquelle/ Roten Quelle vorsehen. Geplant ist weiterhin die Schaffung einer Kanuanlegestelle am Main, die sich in das bereits bestehende Projekt „Gelbe Welle“ einfügt. Verbunden werden die vier genannten Standorte durch den Stein- und Wasserpfad, der neu errichtet wird und an dem mittels Infotafeln auf naturräumliche und lokale Gegebenheiten hingewiesen wird. „Mit diesem Projekt möchten wir die schon bestehenden überregionalen und landkreisweiten Projekte in einem Gesamtkonzept verschmelzen“, so Bürgermeister Baunacher.

Viel ehrenamtliches Engagement steckt im Projekt des Brauvereins „Hofheimer Land e.V.“. Dieser beabsichtigt das ehemalige Brauhaus in Rügheim zu neuem Leben zu erwecken. Das historische Gebäude befindet sich im Besitz der Stadt Hofheim, welche mit finanzieller Hilfe der Städtebauförderung das unter Denkmalschutz stehende Gebäude saniert hat. Bereits an diesem Punkt haben sich die Mitglieder des Brauvereins Hofheimer Land e.V. aktiv eingebracht und die benötigten Eigenleistungen aufgebracht. Jetzt steht das Gebäude kurz vor der Fertigstellung und kann einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Mit Hilfe der LEADER-Förderung wird nun eine Brauanlage und ein Holzbackofen installiert, um eine weitere traditionelle Handwerkskunst pflegen zu können. Das Projekt soll die Bedeutung der traditionellen Handwerkskunst des Brauens und Backens der breiten Öffentlichkeit darstellen und so ein Stück Kultur im Landkreis weiterleben lassen. Besonders wichtig dabei ist die Kooperation mit den örtlichen Bäckereien sowie den Brauereien und bestehenden Kommunalbrauvereinen der Region.

Ebenfalls umgesetzt werden soll das Projekt „Touristisches Entwicklungs- und Handlungskonzept für den Landkreis Haßberge“. Susanne Volkheimer, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Haßberge,  brachte den Mitgliedern des Steuerkreises den Inhalt des geplanten Konzeptes näher. Die Freizeit- und Tourismuswirtschaft könne hiervon profitieren.

Informationen erhielten die Mitglieder der LAG Haßberge e.V. auch über das mögliche Projekt „Entwicklungskonzept zur nachhaltigen Nutzung der Synagoge in Gleusdorf“ von Bürgermeister Dietz. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Träger- und Förderverein Synagoge Memmelsdorf (Ufr.) e.V. entwickelt und abgestimmt, im eine sinnvolle Ergänzung zu den bereits vorhandenen Einrichtungen zur jüdischen Geschichte im Kreis wie beispielsweise in Reckendorf, Kleinsteinach und Memmelsdorf, zu bilden.

Die Gemeinde Knetzgau hat die Chancen und Potentiale des Maines erkannt und forciert deshalb die Errichtung eines „Maininformations-/erlebniszentrum MIZ 359“ als dauerhafter Ausstellungs- und Erlebnisort zur Kulturlandschaft Main.

Im Rahmen von LEADER könnte die Erstellung einer Machbarkeitsstudie mitfinanziert werden. Bürgermeister Stefan Paulus stellte das Gesamtprojekt vor. So ist geplant, einen Ort zu schaffen, der auf breiter Basis über den Main von der Quelle bis zur Mündung informiert.

Auf der gesamten Länge von 527 Kilometern gibt es keine zentrale Anlaufstelle mit Informationen zum Main. Der Main, der wichtige Lebensader Nordbayerns ist, hat eine wechselvolle Geschichte und bietet Einheimischen und auswärtigen Besuchern interessante Einblicke in die Jahrhunderte gewachsene Flusslandschaft.

Als letzten Punkt der Tagesordnung referierte Kreisfachberater Johannes Bayer über den „Blühenden Landkreis Haßberge“. Die Landkreiskommunen und der Landkreis selbst möchte mit diesem Projekt den Schutz von Bienen und weiteren Insekten auf öffentlichen Flächen anregen. So könnte jede Kommune Flächen benennen, die als nachhaltige Blühflächen angelegt werden können. Es wurde ein Umlaufbeschluss gefasst, da die vollständigen Unterlagen noch nicht vorlagen.