Krebs besser verkraften

Psychosoziale Krebsberatungsstellen bieten überall im Bundesgebiet Hilfe und Unterstützung für Patienten und ihre Angehörigen an.
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Beratungsstellen und Therapeuten helfen bei der Krankheitsbewältigung

(djd). Eine Krebserkrankung stellt für viele Betroffene einen drastischen Einschnitt in ihrem Leben dar. Nicht nur der Körper, auch die Seele leidet darunter. Oft löst die Diagnose einen regelrechten Schock aus. „Warum gerade ich?“, „Wie sage ich es meiner Familie?“, „Welche Behandlungen kommen auf mich zu?“ und natürlich auch „Wie sind meine Heilungschancen?“ – diese und viele andere Fragen stürmen auf Patienten ein. Auch während und nach der Behandlung kann es immer wieder zu Phasen der Unsicherheit, Niedergeschlagenheit und Angst kommen. Um diese Belastungen besser zu verkraften, können Patienten sich bei verschiedenen Stellen Hilfe holen.

Der Krebsinformationsdienst weist den Weg

Der Krebsinformationsdienst ist per Telefon, E-Mail und im Internet zu erreichen.
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Erste Hilfe und Begleitung für Krebskranke und auch für ihre Angehörigen bieten die regionalen psychosozialen Krebsberatungsstellen. Adressen in Wohnortnähe finden Betroffene über eine Suchfunktion auf der Internetseite www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser oder telefonisch unter der kostenfreien Rufnummer 0800-4203040. Die genannten Beratungsstellen bieten Patienten und Angehörigen kostenlos Unterstützung an. „Im Gespräch mit erfahrenen Fachleuten gibt es dort Zeit und Raum, offen über Ängste und Gefühle zu reden sowie konkrete Fragen zu stellen – auch zur finanziellen und beruflichen Situation“, erläutert Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). „Beratungsangebote gibt es außerdem auch in vielen Kliniken, insbesondere in zertifizierten Krebszentren.“

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Psychoonkologische Unterstützung

Hält die Belastung lange an, kommt es zu Rückfällen oder ist die Lebenssituation auch jenseits der Erkrankung schwierig, reicht der Besuch von Beratungsstellen aber nicht immer aus. „Etwa jeder dritte Krebspatient ist so stark beeinträchtigt, dass man von einer psychischen Begleiterkrankung – etwa einer Depression – sprechen kann“, weiß Weg-Remers. Dann kann eine längerfristige Unterstützung durch Berater und Therapeuten, die auf die Belastungen durch Krebserkrankungen spezialisiert sind, sogenannte Psychoonkologen, wertvolle Unterstützung bieten. Adressen von niedergelassenen Psychotherapeuten mit einer entsprechenden Weiterbildung finden Betroffene ebenfalls unter den oben genannten Kontakten. Die Kosten werden bei zugelassenen Therapeuten von den Krankenkassen übernommen.