Lichterzauber ohne Kurzschluss

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Hunderte Lichter bringen im Advent wieder so manche Hausfassade zum Strahlen. Doch Vorsicht: Nicht jedes Dekoprodukt ist für den Außenbereich geeignet.
Hunderte Lichter bringen im Advent wieder so manche Hausfassade zum Strahlen. Doch Vorsicht: Nicht jedes Dekoprodukt ist für den Außenbereich geeignet. Foto: djd/SGS/Dziurek - stock.adobe.com

Darauf sollte man bei der Weihnachtsdekoration am Haus achten

(djd). Advent, Advent, ein Lichtlein brennt? Damit geben sich nur wenige zufrieden. Hunderte, mitunter tausende Lichter strahlen in der Vorweihnachtszeit von so mancher Eigenheim-Fassade. Lichterketten erleuchten Hecken, Büsche und Tannenbäume und auch der Kunststoff-Nikolaus blinkt farbenfroh im Vorgarten. In der dunklen Jahreszeit sorgen Außenlichter für Atmosphäre. Allerdings sollten Verbraucher bei der Weihnachtsbeleuchtung darauf achten, dass die Sicherheit nicht auf der Strecke bleibt.

Auf Schutz vor Spritzwasser achten

Der Lichterglanz an der Fassade und im Garten ist ständig Wind und Wetter ausgesetzt. Bei Lichterketten, die nur für Innen vorgesehen sind, ist somit ein Kurzschluss vorprogrammiert, sobald es zum Kontakt mit Feuchtigkeit kommt. „Beleuchtungselemente für den Außenbereich müssen einen wirksamen Schutz gegen Wasser bieten“, sagt Gisbert Lemke, Experte für Elektrogeräte bei der Prüfgesellschaft SGS. „Zu erkennen ist die Schutzart gegen Berührung und Eindringen von Wasser anhand von Symbolen und der IP-Kennziffer.“ Eine bedenkenlos zu verwendende Weihnachtsbeleuchtung für den Außenbereich erkennen Verbraucher am Piktogramm „Regenwassergeschützt“ (Quadrat mit Tropfen, entsprechend der Schutzart IP 43) oder besser noch „Spritzwassergeschützt“ (Dreieck mit Tropfen, IP 44). Bevor elektrische Betriebsmittel wie Lichterketten die entsprechende Schutzart erhalten, müssen sie aufwändige Tests durchlaufen. Die Dauerberieselung mit Wasser gehört ebenso dazu wie ein mehrstündiger Belastungstest in einer Staubkammer. Hersteller und Händler beauftragten unabhängige Institute wie SGS mit diesen Prüfungen.

Welche Prüfzeichen sind wichtig?

Neben der Schutzart geben Prüfzeichen Sicherheit für die weihnachtliche Beleuchtung, erklärt Gisbert Lemke weiter: „Eine CE-Kennzeichnung sollte selbstverständlich sein, noch wichtiger ist deshalb das GS-Prüfzeichen.“ Diese Abkürzung steht für „geprüfte Sicherheit“, ein Siegel, das von verschiedenen Prüfinstituten vergeben wird und sowohl auf der Verpackung als auch auf dem Produkt selbst erkennbar sein sollte.

„Werden darüber hinaus Zeitschaltuhren, Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen verwendet, sollte auf die Gesamtleistung aller Verbraucher geachtet werden“, so Lemke. „Wird zu viel angeschlossen, können sich Leitungen und Stecker erhitzen und Brände entstehen. “ Zudem sollte man vor dem Schlafengehen oder beim Verlassen des Hauses die Beleuchtungen sicherheitshalber immer ausschalten. Mit etwas Sorgfalt beim Einkauf und dem entsprechenden Gefahrenbewusstsein beim Umgang mit Elektrizität jedenfalls steht einem stimmungsvollen Lichterglanz nichts im Wege – und das ganz ohne böse Bescherung.

Stimmungsvoll und sicher dekorieren – auch im Haus

Bei Lichterketten im Innenbereich sollten Verbraucher ebenfalls auf Prüfzeichen wie das „GS-Siegel“ achten. „Zusätzlich empfehlen sich für Innen vor allem Produkte, die mit einem Transformator laufen“, erklärt Gisbert Lemke, Experte für Elektrogeräte bei der Prüfgesellschaft SGS. Der Grund: Der Trafo regelt die Spannung von 230 Volt auf 24 Volt herunter und sorgt somit für mehr Sicherheit. Heute bieten sich besonders Lichtdekorationen mit Leuchtdioden (LED) an. „Sie verbrauchen deutlich weniger Strom als konventionelle Leuchten und geben dabei erheblich weniger Hitze an den Raum ab“, so Lemke weiter.