Der Mehrfachbelastung Einhalt gebieten

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Mütter beziehungsweise Väter können bei einer gemeinsamen Kur mit ihren Kindern den Stress von zu Hause hinter sich lassen.
Mütter beziehungsweise Väter können bei einer gemeinsamen Kur mit ihren Kindern den Stress von zu Hause hinter sich lassen. Foto: djd/Mutter/Vater & Kind Kliniken

Vier Tipps, wie Interessierte eine Mutter/Vater und Kind-Kur richtig beantragen

(djd). Kinder und eine Familie zu haben, ist für die meisten Eltern ein großes Glück. Zweifellos ist es aber auch sehr anstrengend. Denn an Mütter und Väter werden hohe Anforderungen gestellt: Sie sollen ihren Nachwuchs zu lebenstüchtigen Menschen erziehen, den Familienalltag managen und dazu meist noch einem Beruf nachgehen. Diese Mehrfachbelastung bringt viele Erwachsene an ihre gesundheitlichen Grenzen. Hier kann eine Mutter/Vater und Kind-Kur Abhilfe schaffen. Sie dient dazu, eine Gefährdung der Gesundheit – etwa durch Burn-out – abzuwenden oder eine bestehende Erkrankung der Erziehungsberechtigten oder auch der Kinder zu lindern und die Gesundheit der Familie langfristig zu erhalten. Um eine solche Kur antreten zu können, sollten Betroffene ein offenes Gespräch mit ihrem Hausarzt suchen und dabei speziell auf einige Punkte achten.

1. Die richtigen Formulare ausfüllen

Die notwendigen Antragsformulare erhalten Mütter und Väter weiterhin bei ihrer zuständigen Krankenkasse oder einer Beratungsstelle. Man kann sie beispielsweise auch unter www.mutter-kind-hilfswerk.de im Menüpunkt Formulare/Download herunterladen. Neu ist, dass seit dem 1. Oktober 2018 der Vertragsarzt alle medizinischen Verordnungsbögen direkt ausfüllt. Das sollten je nach Situation die Bögen 61, 64 oder 65 sein.

2. Den Alltag und die Krankheitsbilder exakt beschreiben

Der Arzt muss wissen, wie der Familienalltag abläuft. Was sind die Probleme? Wo wird es anstrengend? Mütter beziehungsweise Väter sollten genau erklären, was sie leisten müssen und welche Schwierigkeiten bestehen. Nur dann kann der Arzt die medizinischen Formulare richtig ausfüllen. Verschiedenste Krankheitsbilder können behandelt werden, wie Erschöpfungszustände, Krankheiten des Herzens und des Kreislaufs, Stoffwechselerkrankungen, Gelenks- oder Atemwegsbeschwerden, Hauterkrankungen oder allergische Erkrankungen.

3. Den kompletten Antrag abschicken

Die fertigen Unterlagen verbleiben nicht beim Arzt, sondern die Familie reicht sie selbst bei einer offiziellen Beratungsstelle wie dem Mutter-Kind-Hilfswerk oder bei der Krankenkasse ein. Beim Weg über die Beratungsstelle sind neben den Verordnungsbögen zusätzlich das Anmeldeformular, die ergänzenden Angaben, die unterzeichnete Einverständniserklärung und die Schweigepflichtentbindung einzureichen.

4. Nicht aufgeben

Die Krankenkasse entscheidet über die Kostenübernahme. Wird die Kur im ersten Schritt abgelehnt, helfen Beratungsstellen etwa unter der kostenlosen Telefonnummer 0800-2255100 und geben Tipps, wie nun die weitere, individuelle Vorgehensweise sein sollte.

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