Mr. Zackzack aus Japan

Shunsuke Watanabe Foto: HEITEC VOLLEYS

HEITEC VOLLEYS verpflichten Shunsuke Watanabe. Mit neuem Libero zum Auswärtsspiel nach Haching gegen die AlpenVolleys.

„shun“ kann aus dem Japanischen mit „schnell“ bzw. ziemlich frei mit „auf Zack“ übersetzt werden. Da hatten die Eltern des heute 31jährigen Liberos wohl so eine Ahnung, dass sich Shunsuke einen Beruf aussuchen würde, bei dem Schnelligkeit und Reaktionsvermögen sicher keine Nachteile sind. Dass der Japaner in einem Umfeld aufgewachsen ist, welches in allen Bereichen des Lebens den Hang zur Perfektion bis auf die Spitze treibt, hat seiner sportlichen Karriere auch nicht geschadet. Und wer einmal gesehen hat, mit wieviel Energie, mit wieviel tausend Wiederholungen auch nur ein Bewegungsablauf trainiert wird, der kann den für europäische Verhältnisse drillartig anmutenden Fleiß nur bestaunen.

Scheinbar viel Vorschusslorbeeren für den Mann von Japan nördlichster Hauptinsel Hokkaido, den es jetzt ins beschauliche Frankenland verschlagen hat. Doch 9 Jahre Erfahrung bei Japans Topliga- Club Toray Arrows und ein Jahr als Libero für die „Drachengötter“ – Nippons Volleyball-Stolz stapelt da nicht tief – das sind durchaus gute Grundlagen für die Volleyball-Bundesliga. Angekommen ist der sympathische und offene Japaner erst letzten Mittwoch in Berlin Tegel zum Auswärtsspiel seiner neuen Mannschaft. Und bei seinem Team hatte er nach 15sec im Fahrstuhl des Berliner Hotels seinen Spitznamen weg: „Shuni“ verpassten ihm die Eltmanner, in Anlehnung an den auch in Asien hochgeschätzten Rennfahrer. Shuni trug’s nicht mit der üblichen asiatischen Fassung, sondern mit einem fröhlichen Lacher, es gefiel ihm sehr.

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Wenn man Headcoach Marco Donat fragt, was er von seinem überraschenden Neuzugang hält, dann fangen seine Augen an zu leuchten. „Mit Shuni haben wir einen Libero mit sehr viel Erfahrung verpflichten können, er war Meister in Japan und hat mit den Drachengöttern die World League 2016 gespielt. Was wir schon in den ersten Trainings gesehen haben, ist, dass er unser Spiel noch mehr stabilisiert, er hat eine sehr gute Annahme, sein Stellungsspiel und seine Abwehrreflexe sind beeindruckend.“Auch habe man sich bewusst für Watanabe entschieden, da er sein Wissen und Können mit Tobias Werner teilen werde, so Donat. Er freue sich, in diesem Bereich einen mannschaftsinternen ‚Liberotrainer‘ hinzugewonnen zu haben, wofür jeder nur sehr dankbar sein könne.

HEITEC VOLLEYS und Libero Fabian Sagstetter gehen getrennte Wege

Gleichzeitig mit der Verpflichtung des japanischen Liberos gehen die HEITEC VOLLEYS und der 29jährige Libero Fabian Sagstetter aus Schweinfurt ab sofort getrennte Wege. Beide Seiten betonen hierbei die Einvernehmlichkeit der Vertragsauflösung, wobei Manohar Faupel diesen unumgänglichen Schritt sehr bedauert. „Fabian Sagstetter wurde von Rolf Werner und Marco Donat in diesem Sommer verpflichtet, da man der Meinung war, den Quereinsteiger aus dem Faustball an das Erstliga-Niveau heranführen zu können. Diese Einschätzung hat sich in zeitlicher Hinsicht als zu optimistisch herausgestellt. Die Entscheidung ist rein sportlich gefallen und ist menschlich umso bedauerlicher, da Fabian sehr gut zur Mannschaft passt, er ist ein großartiger Teamplayer.“

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