Erhöhtes Risiko für Einsteiger

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Speziell bei der älteren Generation liegen E-Bikes und Pedelecs im Trend, durch die Elektromotorunterstützung können Strecken mühelos zurückgelegt werden.
Foto: djd/Deutscher Verkehrssicherheitsrat

Gerade Senioren sollten nicht unvorbereitet auf E-Bike oder Pedelec steigen

(djd). In Deutschland steigt die Zahl der Menschen stetig an, die mit dem Fahrrad unterwegs sind. Sei es für den Weg zur Arbeit oder aus Spaß an der Bewegung an der frischen Luft – Radfahren hält gesund und schont die Umwelt. Speziell bei der älteren Generation liegen E-Bikes und Pedelecs im Trend: Durch die Elektromotorunterstützung können auch größere Entfernungen zurückgelegt werden, Berge verlieren ihren Schrecken, der Transport von Einkäufen etwa lässt sich leichter bewältigen. Die Schattenseite: Dem positiven Rad- und Pedelectrend bei Senioren stehen hohe Unfallzahlen gegenüber. 2015 starben laut Statistischem Bundesamt 198 Radfahrende im Alter von 65 Jahren und älter auf Deutschlands Straßen.

Sicherheitsprogramm „sicher mobil“ speziell für Senioren

Viele Senioren, die bisher auf das Fahrrad verzichtet haben, sind nun mit einem E-Bike oder Pedelec unterwegs. Einsteiger sollten sich des erhöhten Risikos allerdings bewusst sein.
Foto: djd/Deutscher Verkehrssicherheitsrat

Viele Senioren, die aus unterschiedlichen Gründen bisher auf das Fahrrad verzichtet haben, wollen mit einem E-Bike oder Pedelec nun auch am Radverkehr teilnehmen. „Einsteiger sind sich des Risikos einer erhöhten Verletzungsschwere aufgrund höherer Geschwindigkeiten nicht bewusst“, warnt Cornelia Bamberg, Referatsleiterin beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Auf eine Fahrt mit dem E-Bike oder Pedelec sollten sich ältere Menschen gut vorbereiten, auf keinen Fall solle man einfach aufsteigen und losfahren. Dies gilt aber auch für die Fahrt mit herkömmlichen Fahrrädern nach längerer Fahrradabstinenz. Speziell für Senioren hat der DVR deshalb das bundesweite Programm „sicher mobil“ aufgelegt.

„Dafür bilden wir qualifizierte ehrenamtliche Moderatoren aus, die in Gruppen den Austausch über das Thema fördern, Hilfestellungen im Straßenverkehr geben und kritische Radfahrsituationen mit den Teilnehmern intensiv bearbeiten“, so Cornelia Bamberg. Dabei würden die Teilnehmer Möglichkeiten und Lösungen entwickeln, um die eigene Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern und Gefahren zu erkennen, die auch von anderen Verkehrsteilnehmern ausgehen. Wer Interesse hat und sich als Gruppe zum Thema Rad/Pedelec schulen lassen möchte, kann sich beim DVR unter 0228-4000140 melden. Alle Informationen gibt es auch unter www.dvr.de/aelteremenschen, hier steht zudem eine Broschüre zum kostenlosten Download bereit.

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Mit dem Pedelec üben oder einen Fahrradkurs besuchen

Wer als älterer Mensch zum ersten Mal ein E-Bike oder Pedelec benutzt, sollte sich vorher unbedingt mit dem Rad vertraut machen. Zu Beginn ist es ratsam nur mit geringer Motorunterstützung zu fahren. Auf einem leeren Parkplatz sollte das Bremsen, Schalten, Anfahren und Kurven fahren geübt werden, bevor es in den Realverkehr geht. Darüber hinaus bieten auch die örtlichen Verkehrswachten und der ADFC Rad- beziehungsweise Pedelec-Kurse an.