10 nützliche Tipps zum Wohnmobil mieten

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Urlaub mit dem Wohnmobil – das besondere Reise-Erlebnis

Schon seit einiger Zeit erlebt die Camping-Branche einen regelrechten Boom. Die Verkaufszahlen brechen Jahr für Jahr neue Rekorde.

Kein Wunder: Urlaube vor der Haustüre liegen wieder voll im Trend. Mit dem Wohnmobil wacht man meist an herrlichen Flecken mitten in der Natur auf und erlebt das Reisen oft viel intensiver als bei einem „normalen“ Hotelurlaub. Auch die große Flexibilität spricht für sich: ist das Wetter schlecht oder entspricht das ausgewählte Ziel doch nicht den Erwartungen kann man einfach weiterziehen.

Die Tipps in diesem Artikel wurden von Annalena Bauer erstellt. Sie betreibt den Blog ausflugsbox.de und ist selbst leidenschaftliche Camperin und Wohnmobilbesitzerin.

Wohnmobil mieten statt kaufen

Vieles spricht dafür, sich ein Wohnmobil zu mieten, statt es zu kaufen: Ein eigenes Wohnmobil lohnt sich kostentechnisch erst ab etwa sechs Wochen Nutzung im Jahr. Vor allem für Neueinsteiger ist ein Miet-Mobil eine tolle Option.

Die Vorteile beim Wohnmobil mieten liegen auf der Hand:

  • die Kosten sind kalkulierbar, da bei der Anmietung ein Festpreis vereinbart wird
  • man hat immer ein aktuelles Modell
  • bei Pannen und Reparaturen haftet der Vermieter

10 Tipps, worauf man beim Wohnmobil mieten achten sollte

  1. Führerschein und Mindestalter:
  • die meisten Vermieter fordern ein Mindestalter von 21 Jahren, bei manchen liegt es sogar bei 25
  • für Wohnmobile bis 3,5 Tonnen zGG genügt ein Führerschein der Klasse B, bzw. Klasse 3
  • für Wohnmobile, die schwerer als 3,5 Tonnen zGG sind, brauchen Fahrer der Führerscheinklasse B (Führerscheinerwerb nach 1999) eine Führerschein-Erweiterung

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  1. Grundsätzliche Fragen, die es zu klären gibt:
  • Wie viele Gurt- und Schlafplätze benötige ich?
  • Welchen Fahrzeugtyp möchte ich?
    Muss es ein Luxusliner sein oder reicht ein kleiner Campingbus?
  • Wie sollte das Fahrzeug innen aufgebaut sein (Ist mir ein separierbares Schlafabteil wichtig, sollen Duschen und WC getrennt sein…)
  • Was möchte ich mit in den Urlaub nehmen? Brauche ich eine Heckgarage für größere Gegenstände?
  • für Hundebesitzer: Sind Vierbeiner erlaubt und falls ja, wie hoch ist der Aufpreis?
  • Last but not Least: Wie groß ist mein Budget?
  1. Preise
  • Neben der Fahrzeuggröße und -ausstattung ist die Reisezeit entscheidend. Die meisten Vermieter teilen das Jahr in Haupt-, Zwischen- und Nebensaison ein. Ist man nicht unbedingt auf Ferienzeiten angewiesen, kann man kräftig sparen.
  • Das Weiteren kommt eine Übergabepauschale (variiert ja nach Anbieter sehr stark, ca. 80 – 140 €) hinzu.
  • Nicht vergessen darf man die Kaution (ca. 500 – 1.000€), die bei der Anmietung hinterlegt werden muss. Hat man am Fahrzeug keine Schäden verursacht, erhält man die Kaution wieder zurück.
  • Zudem sollte man zusätzlich zur Fahrzeugmiete noch die Kosten für Sprit und Übernachtungen einkalkulieren. Zwar bieten immer mehr Gemeinden kostenfreie Stellplätze an, dennoch wird man die ein oder andere Nacht auf dem Campingplatz verbringen (Kosten für zwei Personen je nach Ausstattung: ca. 25 € – 50 € pro Nacht).
    Ausgewiesene Stellplätze auf Privatgrund kosten ca. 10 €.
  • Zum Thema Sprit: Ein VW-Bus braucht mit neun Litern deutlich weniger als ein Alkoven mit 12 – 14 Litern. Auf kilometerintensiven Urlauben durchaus ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor.
  1. Bei wem möchte ich das Fahrzeug mieten?

In unserer Region gibt es einige Händler, die auch über eine Mietflotte verfügen. Der Vorteil ist, dass man sich die Modelle in der Regel vor der Buchung ansehen und direkt vor Ort reservieren kann. Neben den großen Wohnmobil Vermietern wie ADAC oder Hymer-Rent gibt es seit einigen Jahren auch Anbieter wie „Share A Camper“ oder „PaulCamper“. Diese Agenturen vermittelt Camper zwischen Privatpersonen.

  1. Vorab mit dem Vermieter zu klären:

Hat man sich für ein Modell entschieden, sollte man mit dem Vermieter noch das ein oder andere klären, zum Beispiel:

  • ob es eine Kilometerbegrenzung gibt: eine Nachzahlung kann teuer werden
  • welche Anbauteile inbegriffen sind
    (Fahrradträger, Markise, Rückfahrkamera, Navi…)
  • welche Innenausstattung im Preis enthalten, bzw. gegen Aufpreis zubuchbar ist (Geschirr, Bettzeug, Campingmöbel…)
  • wie das Fahrzeug versichert ist bzw. welche zusätzlichen Versicherungen es eventuell noch gibt (ob man – falls angeboten – z.B. eine Vandalismus-Versicherung etc. braucht, muss jeder selbst entscheiden)
  1. Einweisung

Vor allem wenn man sich zum ersten Mal ein Wohnmobil ausleiht, ist eine ausführliche Einweisung wichtig.

In der Einweisung sollte unter anderem erklärt werden wie:

  • die Versorgung mit Gas und Warmwasser funktionieren
  • Elektropanel, Heizung etc. bedient werden
  • das Frischwasser eingefüllt und das Grauwasser abgelassen werden
  • die Toilettenkassette geleert wird
  • die Markise ein- und ausgefahren wird
  • Fahrräder auf dem Heckträger gesichert werden
  1. Übergabeprotokoll

Anhand des Übergabeprotokolls erfolgt meist nicht nur die Einweisung, noch wichtiger ist es, eventuelle Schäden von Vormietern genau zu dokumentieren. Andernfalls können einem Schäden, die man selbst gar nicht verursacht hat, „in die Schuhe geschoben werden“.

Dem Vermieter nachzuweisen, dass man selbst nicht der Verursacher war ist schwierig bis unmöglich. Und die Kaution möchte man ja schließlich wieder zurück bekommen.

  1. Packen

Beim Beladen des Fahrzeuges gibt es einige Grundlagen zu beachten:

  • das maximale Gesamtgewicht des Fahrzeugs darf nicht überschritten werden
  • die maximale Achslast muss eingehalten werden
  • schwere Gegenstände gehören nach unten, möglichst in die Nähe der Achsen
  • Im Zweifel: Fahrzeug auf einer öffentlichen Waage, z.B. einem Bauhof wiegen lassen
  1. Fahren

Auf gerader Strecke lässt sich ein Wohnmobil nicht viel anders als ein PKW fahren. Viele empfinden die höhere Sitzposition sogar als angenehm.

Knifflig wird es auf schmalen Pässen, engen Straßen oder beim Einparken.

Beim Einparken kann es trotz Rückfahrkamera und Parkpiepsern sinnvoll sein, sich zusätzlich vom Partner assistieren zu lassen.

  1. Rückgabe

Endreinigung

Auch der schönste Urlaub geht irgendwann einmal zu Ende. Beim Anmieten sollte geklärt werden, ob das Fahrzeug selbst gereinigt werden muss, bzw. kann und wie hoch gegebenenfalls die Reinigungsgebühr ist.

Tanken

Um sich unnötige Kosten zu ersparen, sollte man zudem erfragen, ob das Fahrzeug wieder mit vollem Tank zurückgegeben werden muss, bzw. was die Tankfüllung beim Vermieter kostet.

Hier kann man ein Wohnmobil mieten:

Wohnmobil-Vermieter in der Region:

Landkreis Hassberge:
Rauhenebrach: Steigerwaldmobile – Familie Hirt
steigerwaldmobile.de
info@steigerwaldmobile.de

Tel.: 09554 / 92501

Landkreis Hassberge:
Ebern: Freizeit Center Dietz – Ebern

www.wohnmobil-caravan.de
zentrale@wohnmobil-caravan.de
Tel.: 09531 62 76-0

Landkreis Schweinfurt:
Euerbach: Caraven Grebner
caravan-grebner-eu.de
Tel.: 09726 906765-2

Landkreis Bamberg:
Bamberg-Hafen: Cali-Camper
(spezialisiert auf VW-Bus und Mercedes Marco Polo)
cali-camper.de
info@cali-camper.de
Tel.: 0951 299 51 971 oder 0951 299 59 53

Überregionale Vermieter:

Vermittlungs-Portale für private Wohnmobilvermietung

PDF-Download: Checkliste Wohnmobil mieten

Artikelquelle: ausflugsbox.de – Camping – Reise – Outdoor Blog.

ausflugsbox.de ist ein Blog rund um die Themen Camping, Reisen und Outdoor. Hinter dem Blog steckt Annalena Bauer, selbst leidenschaftliche Camperin und Wohnmobilbesitzerin.Neben einem Ratgeber Rund um das Thema Wohnmobil erscheinen auf www.ausflugsbox.de regelmäßig Reiseberichte, Camping Rezepte, Ausflugstipps und Wandervorschläge.