Von Hermann und Hermine durch Karscht gezerrt

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Mittelpunkt des Lebens in Karlstadt ist der Marktplatz. Foto: djd/Stadt Karlstadt/Foto-Studio Müller

Das reizvolle Karlstadt am Main bei einer Kostümführung entdecken

djd). Karscht – so nennen die Einheimischen liebevoll ihr Städtchen Karlstadt am Main – ist gerade in der warmen Jahreszeit eine Reise wert. Dann bezaubert die Kleinstadt mit ihrer schönen Ortssilhouette und mediterranem Flair. Die Tore und Türme der Stadtbefestigung, die Bürgerhäuser mit ihren Fachwerkfassaden sowie die Ruine der Karlsburg mit der Aussicht auf Stadt und fränkisches Weinland: Das alles will in Ruhe und möglichst unter fachkundiger Begleitung entdeckt werden. Am meisten über das heutige und frühere Leben in Karlstadt, etwa 25 Kilometer nördlich von Würzburg gelegen, lernt man bei einer Stadtführung kennen. Informationen und Buchungsmöglichkeiten gibt es unter www.karlstadt.de und per Telefon unter 09353-906688.

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– Von Hermann und Hermine durch Karscht gezerrt: Eine Stadtführung der besonderen Art kann man von April bis Oktober mit einem Kabarettisten und einer Kabarettistin erleben, die sich nicht nur bei „Fastnacht in Franken“ einen Namen gemacht haben. Dabei darf man sich auf etwa 90 Minuten amüsante Unterhaltung, gespickt mit Witz, Charme und so manchem Nadelstich freuen. Die beiden Akteure führen die Besucher mit trockenem Humor im deftigen fränkischen Dialekt. Der Stadtrundgang endet auf der Bühne im Theater in der Gerbergasse.

Eine Stadtführung der besonderen Art durch „Karscht“, wie die Einheimischen ihren Heimatort nennen, kann man mit den Kabarettisten Hermann und Hermine erleben.
Foto: djd/Stadt Karlstadt

– Türmerführung „Katzenturm“: Der Karlstadter Türmer führt ganzjährig im historischen Gewand über 156 Stufen in den 31 Meter hohen, mittelalterlichen „Katzenturm“, dort erfährt man Historisches und Heiteres aus dem Leben eines Türmers und kann auf Wunsch in luftiger Höhe eine „Türmerbrotzeit“ mit Griebenschmalz, Brot und Wein in der Türmerstube genießen. „Katzenturm“ heißt das Bauwerk im Volksmund, seit der letzte Türmer beim Heraufziehen von Brennholz einen Sturz aus dem vorletzten Stockwerk auf einen großen Reisighaufen in der Hauptstraße wie eine Katze unbeschadet überstand.

– Mit Amtskeller Johann Schrautenbach d. J. auf die Ruine Karlsburg: Bei dieser ganzjährigen Führung dreht sich alles um die Karlsburg auf der anderen Mainseite. Die Wehrburg der Würzburger Fürstbischöfe wurde während des Bauernkrieges durch die Karlstadter selbst zerstört.

– Immer wieder neue Kostüme und Personen erlebt man mit „Let me infotain you“, einer unterhaltsamen Stadtführung bei der man mithilfe von Liederhäppchen, pikanten Gedichten und kleinen Schauspieleinlagen Interessantes und Überraschendes über die Karlstadter Geschichte und Geschichten erfährt.

– Fränkische Kabarett-Weinprobe: Nicht nur bei einer Stadtführung können sich Gäste in Karlstadt amüsieren. Hier werden fünf einheimische Weine gekostet, serviert mit viel Humor von einem einheimischen Kabarettisten.