Neujahrsgruß von Landrat Wilhelm Schneider

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Landrat Schneider Wilhelm

Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger,

Digitalisierung, Demographie, Globalisierung, Klimawandel – unsere Zeit ist geprägt von vielen Veränderungen und Herausforderungen. Auch auf unseren Landkreis kommen ständig neue Aufgaben zu. Nur gemeinsam kann es uns gelingen, die einzelnen  Themen und auch die einzelnen Vorhaben voranzutreiben. Unsere Heimat ist und soll auch in Zukunft ein Ort sein, an dem wir gut leben, arbeiten, lernen, aber auch investieren und natürlich auch unsere Freizeit und unseren Lebensabend verbringen kann.

Die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Landkreis ist weiterhin positiv. Unsere Unternehmen in Industrie und Handwerk, in Dienstleistung und Gewerbe bieten hochwertige Arbeitsplätze und investieren in den Standort Haßberge. Ihnen ist es auch zu verdanken, dass wir außergewöhnlich niedrige Arbeitslosenquote haben. Ziel unserer Wirtschaftspolitik ist es, diese Entwicklung zu unterstützen, indem wir möglichst optimale Standortfaktoren schaffen.

Bildung ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unserer Heimat und bleibt daher der zentrale Bestandteil der Kreispolitik, der uns jedes Jahr fordert. Ich sehe es als wesentliche Aufgabe an, unseren Kindern, Jugendlichen und Lehrkräften optimale Rahmenbedingungen für den Lernerfolg zur Verfügung zu stellen und hochwertige, wohnortnahe Bildungseinrichtungen anzubieten. Deshalb investieren wir viel Arbeit und Geld in die Stärkung der Bildungs- und Schullandschaft. Dabei sind vor allem die räumlichen Gegebenheiten und die Ausstattung unserer Schulen von besonderer Bedeutung.

An dieser Stelle möchte ich nur drei Beispiele herausgreifen: die Generalsanierung der Heinrich-Thein-Berufsschule in Haßfurt ist angelaufen. Die Gesamtfertigstellung ist bis 2024 vorgesehen. Die Durchführung der Maßnahme erfolgt bei laufendem Schulbetrieb und wird in vier Bauabschnitten umgesetzt.  In Ebern beginnen wir im Frühjahr 2019 mit dem Neubau des Friedrich-Rückert-Gymnasiums. Auch hier ist die Fertigstellung für 2024 geplant. Wie auch bei der Berufsschule verzichten wir auch hier aus Kostengründen auf eine Containerlösung. Nach einem Baustopp wegen unerwarteter statischer Probleme gehen die Bauarbeiten auch am Schulzentrum Haßfurt weiter. Insgesamt investieren wir in den nächsten Jahren rund 75 Millionen Euro in die Schulstandorte Haßfurt und Ebern.

Neben diesen gewaltigen Bauprojekten ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Landkreispolitik natürlich die Zukunftssicherung der medizinischen Gesundheitsversorgung. Wie viele andere Krankenhäuser bewegen sich unsere Haßberg-Kliniken in sehr schwierigem Fahrwasser. In den vergangenen Jahren wurden bereits wichtige Maßnahmen ergriffen, um unsere Krankenhäuser und Medizinischen Versorgungszentren neu aufzustellen. Wir freuen uns, dass wir Dank des Förderprogramms „Geburtshilfe Bayern“ unsere Geburtenabteilung weiterhin aufrechterhalten können.

Ein weiteres Kernthema, das uns fordert ist die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs. Mit dem Beitritt zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg haben wir einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan. Aktuell sind wir dabei ein neues Mobilitätskonzept umzusetzen, um ein flächendeckendes und bedarfsgerechtes Angebot mit öffentlichen Verkehrsmitteln – trotz Bevölkerungsrückgang – auch in Zukunft aufrechterhalten zu können.

Viele Diskussionen gab es in jüngster Zeit um die Frage Hol- oder Bringsystem für Verpackungsmüll; sprich Gelbe Tonne oder Wertstoffhofsystem. Ich bin überzeugt, der Kreistag hat mit dem „Kombi-System“ eine praktikable Lösung für Alle gefunden. Wer die Gelbe Tonne möchte, bekommt sie. Gleichzeitig werden wir das flächendeckende Netz an Wertstoffhöfen in unserem Landkreis erhalten. Wer die Gelbe Tonne ablehnt, kann wie bisher seinen Verpackungsmüll – ohne Sortierung – vor Ort in den Sammelstellen der jeweiligen Kommunen abliefern.

Zusammen mit unseren Städten, Märkten und Gemeinden werden wir den Breitbandausbau für ein kreisweites schnelles Internet ständig weiter vorantreiben. Weitere Schwerpunktthemen, für die ich mich als Landrat auch 2019 einsetzen werde, sind Familienfreundlichkeit, die Fachkräftesicherung sowie die kulturelle und berufliche Integration.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

das ist nur ein sehr kleiner Ausschnitt aus der Arbeit, die wir täglich für unseren Landkreis Haßberge leisten. Mein Dank gilt allen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, allen Mitgliedern in Kreistag, Stadt- und Gemeinderäten, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landkreis- und Gemeindeverwaltungen sowie den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die sich über ihre Verpflichtungen in Familie und Beruf hinaus im sportlichen, kulturellen, kirchlichen und sozialen Bereich, bei den Rettungs- und Hilfsorganisationen und auch in der Politik für andere Menschen einsetzen. Sie tragen alle viel dazu bei, dass unsere Heimat so lebenswert ist und dass bei uns so ein gutes Miteinander – auch der verschiedenen Kulturen – besteht.

Lassen Sie uns bitte weiterhin gemeinsam an einer positiven Entwicklung unseres Landkreises arbeiten.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr und dass die Erwartungen, die Sie mit 2019 verbinden, in Erfüllung gehen. Alles Gute und Gottes Segen.

Ihr Landrat

Wilhelm Schneider