Tag der Organspende am 1. Juni

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Foto: depositphotos.com/Sewcream

Organspenden können Leben retten.

Bis Ende April diesen Jahres wurden in Bayern 121 Organe gespendet, im vergangenen Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt bereits 160 Organe. Im Freistaat hoffen über 1.300 schwer kranke Menschen auf ein Spenderorgan, bundesweit stehen rund 9.400 Patienten auf der Warteliste. Vielen Menschen fällt die Entscheidung jedoch schwer, ob sie nach dem eigenen Tod ihre Organe spenden sollen oder nicht. Der „Tag der Organspende“ am 1. Juni soll aufmerksam machen und motivieren, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. „Wichtig ist, das Thema ‚Organspende‘ nicht auszublenden, sondern sich bewusst damit zu beschäftigen und bereits zu Lebzeiten zu entscheiden, ob man seine Organe spenden will oder nicht“, so Lothar Zachmann von der AOK in Schweinfurt. „Ein ‚richtig‘ oder ‚falsch‘ gibt es dabei nicht, aber sehr wohl Gründe dafür oder dagegen – und diese Entscheidung sollte jeder persönlich für sich treffen.“ Wer seinen Willen in einem Organspendeausweis eindeutig geäußert hat, bewahrt damit seine Angehörigen zudem vor einer oft erdrückenden und überfordernden Situation. Ist die Entscheidung nicht dokumentiert, müssen sie im Todesfall einer Organspende zustimmen oder sie ablehnen. Knapp der Hälfte aller Organspenden in Bayern im vergangenen Jahr haben Angehörige aufgrund des vermuteten Willens der Verstorbenen zugestimmt.

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„Entscheidungshilfe Organspende“

Das Online-Angebot „Entscheidungshilfe Organspende“ unter www.aok.de/bayern/organspende hilft dabei, Argumente für oder gegen eine Organspende zu finden. Wissenschaftler der Universität Hamburg haben gemeinsam mit weiteren Experten diese Entscheidungshilfe erstellt, die verständliche Informationen zu Fragen der Organspende bietet. Dazu gehören rechtliche Fragestellungen genauso wie Fragen zur Hirntoddiagnostik oder der Menschenwürde. Die Online-Hilfe gibt auch Antworten auf Fragen nach der Altersgrenze möglicher Spender und Empfänger, zu medizinischen Voraussetzungen, Nebenwirkungen für Empfänger und Erfolgsaussichten für eine Transplantation. Der Ablauf einer Organspende wird ebenfalls beschrieben: Vom Verdacht auf einen Hirntod bis hin zur Entnahme und Transportfähigkeit eines Organs sind viele Schritte notwendig.

Wer als AOK-Versicherter zusätzliche Beratung wünscht, kann sich an die kostenfreie Service-Telefonnummer 0800 265 10 10 wenden. Dort geben kompetente Ansprechpartner der AOK Bayern Antwort auf weitergehende Fragen.