Männerbauch ade

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Bewegungsmangel und Stress sind in vielen Berufen ein ständiger Begleiter. Beides fördert Übergewicht und bremst die Testosteronproduktion. Foto: djd/Testosterontherapie/Getty

Übergewicht und Stress erhöhen das Risiko für einen Testosteronmangel

(djd). Mit 40 plus stellen viele Männer fest, dass aus ihrer athletischen, von den Schultern zu den Hüften schmaler werdenden Y-Silhouette eher eine O-Form mit einer deutlichen Rundung um die Mitte geworden ist. Selbst wenn man den „Waschbärbauch“ als Kuschelfaktor zu schätzen weiß – gesund ist er nicht. Denn gerade das Bauchfett hat viele negative Wirkungen: Es bildet Entzündungsstoffe und andere schädliche Stoffwechselprodukte, die das gefährliche metabolische Syndrom mit Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten, Übergewicht und Typ-2-Diabetes fördern. Dazu kann das Bauchfett die Testosteronproduktion bremsen, was wiederum die Pfunde noch schneller ansetzen lässt.

Testosteron als Bauchfett-Bremse

Das männliche Sexualhormon steuert nicht nur Lust und Potenz, sondern viele weitere Stoffwechselprozesse. So wirkt es unter anderem als „Bauchfett-Bremse“ und kann damit dem metabolischen Syndrom vorbeugen. Ab dem 40. Lebensjahr nimmt die Testosteronproduktion in den Hoden jedoch kontinuierlich ab. Diese Abnahme ist allerdings nicht natürlich oder altersbedingt, sondern eine Folge verschiedener Faktoren wie Stress, Bewegungsmangel, unausgewogener Ernährung, Übergewicht oder auch verschiedener Krankheiten wie Diabetes Typ 2. Als Resultat leiden besonders Männer jenseits der 50 oft unter einem messbaren Testosteronmangel mit Symptomen wie Vitalitäts- und Libidoverlust, Erektionsschwäche, depressiven Verstimmungen, Schweißausbrüchen, Schlafstörungen und Fettablagerungen vor allem in der Bauchregion. Einen Selbstcheck für einen möglichen Testosteronmangel gibt es unter www.mannvital.de.

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Um die Gesundheit zu schützen und die Hormonproduktion zu fördern, sollte dem Bauchfett der Kampf angesagt werden. Dabei hilft vor allem moderater Sport, da er Kalorien verbrennt und gleichzeitig die Testosteronwerte pushen kann. Etwa dreimal die Woche 30 Minuten Ausdauertraining sollten es sein, auch ein moderates Krafttraining wirkt sich positiv aus. Unterstützen kann eine vom Arzt verordnete Testosterontherapie etwa mit einem Testosteron-Gel. Es wird in der Regel auf Schultern oder Oberarme aufgetragen und kann den Hormonspiegel schnell wieder normalisieren.

Stress lass nach

Gerade für beruflich eingespannte „Macher“ sind außerdem ein gutes Stressmanagement und genügend Schlaf wichtig. Denn Stress und Schlafmangel fördern die Ausschüttung des Hormons Cortisol, das die Testosteronbildung blockiert und die Fetteinlagerung fördert. Außerdem macht Schlafmangel Appetit, sodass eine kalorienbewusste Ernährung schwerer fällt. Insgesamt sollte Mann öfter zu Obst, Gemüse, Salat und Fisch greifen als zu stark verarbeiteten Fertigprodukten mit meist vielen Kalorien.