Streifzug durch 100 Jahre musikalischen Schaffens

TEILEN
Kissinger Sommer
Das Eröffnungskonzert am 15.06.2018 übernimmt das Festivalorchester, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit Ihrem Dirigenten Pavo Järvi und der Violoncellistin Sol Gabetta, mit dem letzten großen Werk Edward Elgars Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 98. Foto: djd/Kissinger Sommer/Deutsche Welle und J. Baier

Der Kissinger Sommer präsentiert Klassiker des Konzertlebens

(djd). Jedes Jahr im Sommer wandelt sich Bad Kissingen vom Kurzentrum zur Konzertstadt, in der sich Orchester, Kammerensembles und Solisten ein Stelldichein geben. Dabei präsentiert der „Kissinger Sommer“ vom 15. Juni bis zum 15. Juli 2018 sowohl berühmte Stars als auch junge Künstler aus der klassischen Musikszene.

Schlüsselwerke des frühen 20. Jahrhunderts

In diesem Jahr steht das beliebte Festival unter dem Titel „1918 – Aufbruch in die Moderne“. Der Geist des Neuanfangs nach dem Ersten Weltkrieg hat Werke hervorgebracht, die zu Klassikern des Konzertlebens geworden sind. Ob Ravels „La Valse“, Strawinskys Neoklassik oder Gershwins „Rhapsody in blue“: Schlüsselwerke des frühen 20. Jahrhunderts prägen die insgesamt 62 Veranstaltungen, die in verschiedenen Spielstätten stattfinden.

Innenhof des historischen Luitpoldbades
Innenhof des historischen Luitpoldbades. Foto: djd/Kissinger Sommer/Gerhard Hagen

Erstmals wird in diesem Jahr das frisch sanierte Luitpoldbad bespielt. Mit dem Venice Baroque Orchestra und Canadian Brass bringen zwei hochkarätige Ensembles den Innenhof des historischen Gebäudes stimmungsvoll zur Geltung. Premieren sind ebenso die Konzerte in Bad Neustadt mit dem Alliage Quintett und in der KissSalis-Therme mit der norwegischen Sängerin Tora Augestad. Für besonderen Hörgenuss sorgen wie immer die Konzerte im Max-Littmann-Saal und Rossini-Saal, die mit ihrer Akustik zu den weltbesten historischen Konzertsälen gehören. Unter www.kissingersommer.de sind alle Veranstaltungen aufgeführt.

Hommage an das Klavier

Neben den bereits eingeführten Festival-Formaten wie Lounge, Jazz Breakfast und Wandelkonzert, kommt die Konzertserie „Schwarzweiß“ neu hinzu – eine Hommage an das Klavier als treibende Kraft des musikalischen Aufbruchs im 20. Jahrhundert. Igor Levit, Herbert Schuch und Gülru Ensari, das Duo d’Accord und Claire Huangci spielen unter anderem Werke von Bartók, Strawinsky, Braunfels, Ravel, Debussy. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt ist die Musik des Baltikums. Im Festival 2018, also 100 Jahre nachdem die drei baltischen Staaten ihre Unabhängigkeit erklärten, präsentiert das Baltic Sea Philharmonic unter der Leitung von Kristjan Järvi zwei Abendkonzerte und ein Schülerkonzert, darunter die innovative Produktion „Waterworks“ mit Werken von Händel und Philip Glass, untermalt von einem speziellen Lichtdesign.