CERATONIA Volleys Eltmann bleiben auf Kurs. Souveräner Heimsieg gegen Karlsruhe.
Der Saisonstart der CERATONIA Volleys Eltmann ist geglückt. Mit einem 3:0-Erfolg gegen die Baden Volleys Karlsruhe II feierte die Mannschaft von Trainer Christian Nowak den zweiten Sieg im zweiten Spiel und sicherte sich damit die maximale Ausbeute von sechs Punkten. Vor knapp 600 Zuschauern in der Georg-Schäfer-Halle zeigte das junge Team erneut, welches Potenzial in ihm steckt. Dabei musste das Trainerteam seine Startformation im Vergleich zum erfolgreichen Auftakt gegen Dresden auf drei Positionen verändern. Für den weiterhin angeschlagenen Alex Duncan-Thibault rückte Tim Gebauer auf die Diagonalposition, Tobias Werner übernahm die Libero-Rolle und Ben Urban erhielt auf der Mittelblockerposition den Vorzug vor Jannik Färber.

Dominanter Auftakt und Kampfgeist bis zum Schluss
Vor allem im ersten Satz präsentierten sich die Gastgeber von ihrer besten Seite. Mit druckvollen Aufschlägen, hoher Effizienz im Angriff und einer stabilen Block-Feldabwehr ließ Eltmann den Gästen kaum Entfaltungsmöglichkeiten und dominierte den Durchgang über weite Strecken. Großen Anteil daran hatte Zuspieler Benedikt Gerken, der seine Angreifer immer wieder gekonnt in Szene setzte und insbesondere die Mittelangreifer Melf und Ben Urban erfolgreich einband. Folgerichtig wurde Gerken nach Spielende als MVP ausgezeichnet. Karlsruhe reagierte nach dem klar verlorenen ersten Satz mit taktischen Anpassungen und stabilisierte seine Annahme deutlich, sodass die Gäste ihre Angreifer immer häufiger in Szene setzen konnten und die Partie ausgeglichener gestalteten. Am Ende behielten die CERATONIA Volleys jedoch auch in diesem Abschnitt die Nerven und gingen mit einer souveränen Führung in die Satzpause. Nach der zehnminütigen Unterbrechung fanden die Gastgeber nur schwer zurück in ihren Rhythmus, und Manager Rolf Werner dachte zwischenzeitlich bereits an das Duell aus der vergangenen Saison, das man nach einer klaren Führung am Ende noch mit 2:3 verloren hatte. Auch dieses Mal nutzte Karlsruhe einige Ungenauigkeiten konsequent aus und erspielte sich zwischenzeitlich einen kleinen Vorsprung. Kurz vor der Crunchtime leisteten sich die Eltmanner zudem einige direkte Fehler im Angriff, sodass der Satz bis zum Ende völlig offen blieb. Doch die junge Mannschaft bewahrte die Ruhe, zeigte Kampfgeist und Mut und drehte den Satz letztlich noch zu ihren Gunsten. „Der erste Satz war sicherlich das Beste, was wir bisher in dieser Saison gezeigt haben. Nach der Pause haben wir dann etwas den Rhythmus verloren, aber die Mannschaft ist ruhig geblieben und hat sich zurück ins Spiel gekämpft. Genau solche Situationen sind wichtig für die Entwicklung einer jungen Mannschaft“, zeigte sich Trainer Christian Nowak nach der Partie zufrieden.

Breiter Kader überzeugt
Besonders erfreulich war aus Eltmanner Sicht die Leistung der zahlreichen Spieler, die neue oder ungewohnte Rollen übernehmen mussten. Für den angeschlagenen Alex
Duncan-Thibault, der aufgrund seiner anhaltenden Knöchelprobleme bewusst geschont wurde, rückte Tim Gebauer erstmals in einem Pflichtspiel für die CERATONIA Volleys in die Startformation. Der Diagonalangreifer fügte sich nahtlos ins Mannschaftsgefüge ein, setzte mit mehreren spektakulären Angriffsschlägen Akzente und vertrat den etatmäßigen Leistungsträger mehr als würdig. Auch im Mittelblock sowie auf der Liberoposition rotierte Trainer Nowak im Vergleich zum Saisonauftakt gegen Dresden. Ben Urban und Tobias Werner feierten dabei ihre persönliche Saisonpremiere und überzeugten auf Anhieb mit gewohnt souveränen Leistungen. In der Crunchtime des dritten Satzes setzte das Trainerteam zudem auf Nachwuchsspieler Niklas Kluge, der zu seinem ersten offiziellen Einsatz im Eltmanner Trikot kam. Der junge Spieler stabilisierte bei kritischem Spielstand die Annahme, überzeugte durch cleveres Block- und Abwehrspiel und hatte großen Anteil daran, dass der dritte Satz letztlich an die Gastgeber ging.
Perfekter Saisonstart und Derby voraus
Nach dem spielfreien Wochenende und dem erfolgreichen Saisonauftakt war die Partie gegen Karlsruhe ein weiterer wichtiger Gradmesser für die Entwicklung der neu formierten Mannschaft. Während im ersten Spiel vor allem die Euphorie über den gelungenen Saisonstart überwog, zeigte die Mannschaft diesmal, dass sie auch mit schwierigen Spielphasen und engen Satzverläufen umgehen kann. Mit sechs Punkten aus den ersten beiden Spielen hätte der Saisonstart kaum besser verlaufen können. Zeit zum Zurücklehnen bleibt allerdings nicht. Bereits am kommenden Wochenende wartet mit dem Unterfrankenderby beim TV Mömlingen die erste Auswärtsaufgabe der Saison. Dort treffen die CERATONIA Volleys mit Jason Lieb und Mattis Hau auf zwei alte Bekannte. Auch wenn Mömlingen bislang noch auf den ersten Saisonsieg wartet, wissen die Verantwortlichen in Eltmann, dass Derbys ihre eigenen Gesetze haben. „Mömlingen ist daheim unglaublich stark. Auch wenn sie das erste Spiel unglücklich gegen Regensburg verloren haben, rechne ich mit einem heißen Derby. Besonderen Respekt habe ich natürlich vor den zweiten Bällen von Zuspieler Jason Lieb. Diese sind meist erst sehr spät zu erkennen und haben schon den einen oder anderen Gegner zur Verzweiflung gebracht. Da müssen wir echt aufpassen und uns im Training gezielt darauf vorbereiten“, weiß Johannes Engel um die Stärken seines ehemaligen Mannschaftskameraden.




