Nachhaltigkeit im Fokus

Nachhaltigkeit ist für Ofa Bamberg eine besondere Herzensangelegenheit. Foto: Ofa Bamberg

Nachhaltigkeit im Fokus: Ofa Bamberg setzt auf recyceltes Polyamid.

In unserem neuesten Interview spricht Jennifer Hornung, Produktmanagerin bei Ofa, über die innovative Verwendung von nachhaltigem Polyamid aus recycelten Altreifen in den eleganten medizinischen Kompressionsstrümpfen Memory. Erfahren Sie, wie Ofa es schafft, höchste medizinische Ansprüche mit Ästhetik und nachhaltigen Technologien zu vereinen.

Redaktion: Frau Hornung, Ofa hat kürzlich den Kompressionsstrumpf Memory nachhaltig verändert. Sie verwenden nun ein Garn, das aus recycelten Altreifen hergestellt wird. Wie kommt man auf so eine Idee?

Frau Hornung: Ja, das stimmt. Für und ist Nachhaltigkeit eine besondere Herzensangelegenheit, und wir gehen das Thema bereits seit längerem von vielen Seiten an. Recycling ist in vielen Branchen bereits ein wichtiges Thema. Wir wollten mit diesem Schritt beweisen, dass man recycelte Materialien auch für medizinische Hilfsmittel einsetzen kann und das ohne Kompromisse bei Wirksamkeit und Optik.

Redaktion: Beweisen? Wieso ist es denn in Ihrer Branche schwieriger?

Frau Hornung: Es ist eine Herausforderung, weil medizinische Hilfsmittel strengen Qualitäts- und Sicherheitsstandards entsprechen müssen. Sie müssen außerdem besonders zuverlässig, langlebig und leistungsfähig sein, um die medizinische Wirksamkeit zu gewährleisten.

Redaktion: Und wie muss man sich das mit den recycelten Reifen vorstellen?

Frau Hornung: Wir nutzen eine innovative Technologie, um aus dem Gummi der Altreifen Öl zu gewinnen. Dieses Öl aus recyceltem Material ersetzt dann große Teile des Rohöls, das sonst für die Herstellung des Polyamids notwendig wäre. So schonen wir wertvolle fossile Rohstoffe und können die CO₂-Emissionen um etwa 67% im Vergleich zu herkömmlich hergestelltem Polyamid reduzieren. Außerdem verwerten wir etwas sinnvoll wieder, das sonst schwer recycelbar ist – Altreifen.

Infografik zum Herstellungsprozess bei Ofa Bamberg

Redaktion: Wenn man für Polyamid fossile Rohstoffe braucht, warum nutzt man nicht einfach ein anderes Material?

Frau Hornung: Polyamid ist aufgrund seiner Materialeigenschaften essenziell für Kompressionsstrümpfe. Es ist strapazierfähig, elastisch und atmungsaktiv. Diese Eigenschaften sorgen dafür, dass die Strümpfe ihre Form behalten und gleichzeitig angenehm zu tragen sind. Derzeit gibt es hier keine Alternative.

Redaktion: Hat sich durch die Umstellung auf das nachhaltigere Material etwas an den Eigenschaften des Memory-Strumpfs geändert?

Frau Hornung: Nein, der Memory-Strumpf behält seine bekannten Eigenschaften bei. Er bleibt genauso elegant und funktional wie zuvor. Die Kundinnen werden keinen Unterschied feststellen und können die Strümpfe weiterhin in allen zehn Standardfarben und den jeweils vier aktuellen Modefarben bestellen. Nur eben mit dem guten Gewissen, dass er nachhaltiger ist.

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Redaktion: Sie sagen, Nachhaltigkeit ist Ofa Bamberg wichtig. Wie geht Ihr Unternehmen dieses Thema sonst noch an?

Frau Hornung: Das stimmt. Unsere größte und neueste nachhaltige Innovation ist unsere eigene Biomasseanlage am Standort Bamberg, mit der wir nahezu CO₂-neutral produzieren. An unserem zweiten Produktionsort Glauchau planen wir das ebenfalls. Wir haben außerdem eine Vielzahl anderer Maßnahmen ergriffen: Es gibt z.B. ein unternehmensinternes Nachhaltigkeitsteam, bestehend aus freiwilligen Mitarbeitern, das immer an neuen Ideen arbeitet. Die Thematik ist für uns von zentraler Bedeutung und wird kontinuierlich vorangetrieben.

Redaktion: Vielen Dank, Frau Hornung, für das informative Gespräch.

Frau Hornung: Sehr gerne.

Mehr Informationen zu Nachhaltigkeit bei Memory finden Sie unter ofa.info/memory-nachhaltigkeit

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