Magnetfischen – Trendsportart mit Tücken

"Magnetfischer", der den Fluss mit Magnet und Seil erkundet

Magnetfischen bezweckt in den meisten Fällen das Auffinden von Münzen, Altmetall oder anderen wertigen Gegenständen.

Beim Magnetfischen (auch Magnetangeln) werden metallische Gegenstände mittels eines starken Magneten, der an einer Schnur (auch Seil oder Leine) befestigt ist und wiederholt ins Wasser geworfen wird, „geangelt“.

Magnetfischen bezweckt in den meisten Fällen das Auffinden von Münzen, Altmetall oder anderen wertigen Gegenständen. Es kann jedoch auch vorkommen, dass Munition, Granaten o. ä. am Magneten haften bleiben. Diese Gegenstände sind aufgrund von Verschmutzungen, Vermoderungen und Rost oft nicht gleich als Kampfmittel erkennbar, was ein hohes Gefährdungspotential sowohl für den Magnetfischer selbst, als auch für möglicherweise umstehende Personen und Sachen mit sich bringt.

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Des Weiteren besteht bei der Ausübung des Magnetangelns stets die Gefahr, dass im Wasser lebende Pflanzen und Tiere geschädigt, zerstört oder getötet werden und der Bestand damit beeinträchtigt wird.

Das Landratsamt Bad Kissingen weist daher darauf hin, dass das geschilderte Magnetfischen eine erlaubnispflichtige Benutzung eines Gewässers darstellt und vom Gemeingebrauch nicht umfasst ist. Es liegt hier keine Fischerei i.S.d. Art. 1 BayFiG vor, da gerade nicht Fische, Neunaugen und Krebse sowie Fluss-, Teich- und Perlmuscheln gefangen werden sollen, weshalb Magnetfischen in keinem Gewässer erlaubnisfrei ist. Eine wasserrechtliche Erlaubnis kann beim Landratsamt entsprechend beantragt werden und ist in der Regel mit Auflagen verbunden.