Wohnhausbrand in Ziegelanger

Foto: Michael Will / BRK

Wohnhausbrand in der Ortsmitte von Ziegelanger. Insgesamt vier Bewohner im Alter von 37 bis 77 Jahren wurden dabei leicht bis mittelschwer verletzt. Die Ursache des Feuers war zunächst unklar, die Polizei ermittelt zur Brandursache.

Bei einem Wohnhausbrand sind am Montagmorgen (19. Januar) vier Bewohner verletzt worden. Die Feuerwehr hatte die Flammen rasch unter Kontrolle. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Kurz vor 8:00 Uhr entdeckten Passanten von der Straße aus starken Rauch im 1. Stock des Gebäudes in der Ortsmitte von Ziegelanger und setzten sofort einen Notruf ab. Zudem klingelten sie nach Angaben der Feuerwehr an dem Haus, in dem sich im Erdgeschoss eine Gastwirtschaft befindet, um die Bewohner zu wecken bzw. auf den Brand aufmerksam zu machen.

Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung trafen die Feuerwehren aus Zeil, Ziegelanger und Schmachtenberg ein, kurz darauf wurde auch die Feuerwehr Sand nachalarmiert, um weitere Atemschutzgeräteträger zur Verfügung zu haben.

Beim Eintreffen der Feuerwehr drang aus dem 1. Stockwerk und aus dem Dachstuhl starker dunkler Rauch, wie Feuerwehreinsatzleiter Tobias Hetterich, Kommandant der FFW Zeil, vor Ort schilderte. Der Rauch hüllte weite Teile der Ortsdurchfahrt von Ziegelanger ein.

Glücklicherweise konnten sich alle vier Personen, die sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in dem Gebäude befanden, selbstständig ins Freie retten. Für die Feuerwehr stand laut Hetterich deshalb der Löschangriff im Vordergrund. Zunächst zwei Trupps Atemschutzgeräteträger begannen sofort mit dem Innenangriff im Obergeschoss.

Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnten die Flammen zügig unter Kontrolle gebracht und ein vollständiges Übergreifen des Feuers auf den Dachstuhl verhindert werden. Dennoch waren Feuer und Brandrauch so stark, dass der gesamte 1. Stock vorerst nicht mehr bewohnbar ist.

Nach dem Löschen der Flammen setzte die Feuerwehr einen Starklüfter ein, um den Brandrauch aus dem Gebäude zu blasen. Zudem mussten Teile der Dämmung des Dachstuhls von Innen geöffnet werden, um aufgrund starker Hitzeentwicklung ein Entzünden zu verhindern.

Alle vier Bewohner im Alter von 37, 45, 74 und 77 Jahre – jeweils zwei Frauen und zwei Männer – wurden durch das Einatmen von Rauchgasen leicht bis mittelschwer verletzt. Nach Erstbehandlung durch den Rettungsdienst und einer Notärztin wurden sie mit Rettungswagen in Kliniken nach Haßfurt und Bamberg eingeliefert. Lebensgefahr bestand glücklicherweise nicht.

Die Feuerwehren aus Zeil, Ziegelanger, Schmachtenberg und Sand waren mit knapp 60 Einsatzkräften vor Ort. Seitens des Rettungsdienstes waren vier Rettungswagen aus Eltmann, Haßfurt, Untersteinbach und Ebern, eine Notärztin aus Hofheim sowie der BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst im Einsatz. Die Polizeiinspektion Haßfurt hatte zwei Streifen entsandt.

Während der Löscharbeiten blieb die Ortsdurchfahrt vollständig gesperrt. Aufgrund von Minustemperaturen gefror las Löschwasser an der Einsatzstelle, so dass Feuerwehrleute Streusalz einsetzten, um Gefahren für Einsatzkräfte durch Glatteis zu minimieren.

Nach ersten Einschätzungen der Feuerwehr dürfte das Feuer im 1. Obergeschoss offenbar im Bereich des Wohnzimmers ausgebrochen sein. Den Grund dafür ermittelt jetzt die Polizeiinspektion Haßfurt in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei Schweinfurt. Die Höhe des Sachschadens stand zunächst nicht fest, er dürfte sich aber im sechsstelligen Bereich bewegen. 

Während des Brandes wurden noch mehrere Katzen vermisst und im Haus vermutet. Über ihren Verbleib konnte zunächst nichts in Erfahrung gebracht werden.

Quelle: BRK Kreisberband Haßberge,PM 002/2026; Autor: Michael Will