Stadtfest Würzburg 2020 abgesagt

Blick in die Domstraße ©Andreas Kneitz

In den letzten Tagen häuften sich die Nachfragen: „Was ist mit dem 32. Stadtfest in Würzburg am 11. und 12. September 2020?“ „Würzburg macht Spaß“ e.V. het fplgene Pressemitteilung zum Thema veröffentlicht

Dass es in Würzburg in diesem Jahr kein „normales“ Stadtfest geben kann, mit 4 großen und über 10 kleinen Bühnen, mit über 30 beteiligen Straßen und Plätzen, mit ca. 250 Ständen, mit über 500 beteiligten Unternehmen, mit selbst bei schlechtem Wetter weit über 100.000 Besuchern, bei gutem Wetter auch schon mal fast 200.000 – das dürfte nach der Absage des Oktoberfests in München den meisten schon bewusst geworden sein. Ähnlich wie in München haben wir, der „Würzburg macht Spaß“-Vorstand, der Geschäftsführer und die Projektleiterin gemeinsam mit einigen weiteren Beteiligten auch für Würzburg die Idee eines „Stadtfest light“ diskutiert.

Bassanese Würzburg. Cafe am Dom
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Die Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht. So hätte ein Stadtfest für die Besucher – auch ohne große Bühnen und mit entzerrten Ständen – in diesem Jahr sicherlich ein Signal auf dem Weg hin zu einer Art der „neuen Normalität“ setzen können. Und für die Unternehmen wäre es sicherlich geeignet gewesen, um zusätzliche Umsätze zu generieren und die während des Corona-Lockdowns aufgelaufenen Einbußen zu mildern. Nach reiflicher interner Diskussion ist die Entscheidung gefallen, für das Jahr 2020 auf die Ausrichtung des 32. Stadtfests in Würzburg zu verzichten: zum einen möchten wir bei den beteiligten Unternehmen keine Hoffnungen wecken. Denn wir müssen damit rechnen, dass das Verbot von Großveranstaltungen, das bisher bundesweit bis zum 31.8. gilt, in den September hinein ausgedehnt wird. Die Vorbereitung für ein Stadtfest bzw. für die Teilnahme daran verursachen auf allen Seiten Kosten, sind zeitintensiv und die Planungen müssen spätestens Ende Mai beginnen. Es wäre unserer Ansicht nach nicht seriös, von nun an mit aller Kraft auf eine Großveranstaltung hinzuarbeiten, die dann mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit doch nicht stattfinden kann. Zum zweiten – und das ist noch viel wichtiger – ist das Risiko zu hoch, dass es – selbst bei einem „Stadtfest light“ – aufgrund des auch hier vermutlich deutlich erhöhten Besucheraufkommens von weit über unsere Region hinaus zu einem verstärkten Infektionsrisiko kommen würde. Wir können und wollen nicht verantworten, dass wir mit der Durchführung unseres Stadtfests möglicherweise dazu beitragen, dass Würzburg ein weiteres Mal zu einem unterfränkischen Corona-Hotspot wird. Dann lieber dieses Jahr gar nicht und im nächsten Jahr wieder g’scheid.

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Es ist im Übrigen das zweite Mal, dass ein Stadtfest in Würzburg nicht stattfinden kann. Das Würzburger Stadtfest wird seit 1988 von „Würzburg macht Spaß“ veranstaltet, damals mit einer großen Bühne und in 15 Straßen. Als am 11. September 2001 die Terroranschläge von New York die Welt veränderten, war niemandem nach Feiern zumute. Das Stadtfest einige Tage danach wurde abgesagt. Auch Corona verändert gerade die Welt – in einem Ausmaß, das wir noch gar nicht abschätzen können.