Internationaler Museumstag 2018

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Internationaler Museumstag im Schloss Oberschwappach
In Schloss Oberschwappach können drei unterschiedliche Ausstellungen besichtigt werden. Im Kellergewölbe ist die Vor- und Frühgeschichte von Steigerwald und Maintal bis zur Glashüttenzeit in Fabrikschleichach zu sehen; im Erd- und Obergeschoss die Sammlung der Diözese des 17. und 18. Jahrhunderts. Während im Westflügel die aktuelle Ausstellung BLAUGRAU der vier Künstler Gerd Kanz, Sabine Becker, Gerhard Langenfeld und Matthias Lutzeyer gezeigt wird. Archiv-Foto Landratsamt

Internationaler Museumstag am Sonntag, 13. Mai 2018

Am Sonntag, 13. Mai, ist Internationaler Museumstag. In ganz Deutschland laden zahlreiche Museen an diesem Sonntag zu besonderen Aktionen, kreativen Mitmach-Angeboten, spannenden Führungen und exklusiven Einblicken ein. Im Europäischen Kulturerbejahr 2018 steht der Internationale Museumstag unter dem Motto „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher“. Sowohl im analogen als auch im digitalen Raum präsentieren sich Museen heute vielfältig und kreativ. Sie geben die Möglichkeit, über das kulturelle Erbe ins Gespräch zu kommen und das Gemeinschaftliche und Verbindende der europäischen Kultur kennenzulernen.

Der Internationale Museumstag verfolgt das Ziel, auf die Bedeutung und die Vielfalt der Museen aufmerksam zu machen. Gleichzeitig ermuntert er die Besucherinnen und Besucher, die in den Einrichtungen bewahrten Schätze zu erkunden. Daher ist der Eintritt in den Museen und Sammlungen an diesem Tag im Landkreis Haßberge frei! „Da es immer wieder etwas Neues zu entdecken und zu erfahren gibt, lohnt sich der Besuch auf jeden Fall“, so die Kulturbeauftragte des Landkreises, Renate Ortloff. Sie freut sich, dass sich in diesem Jahr 18 Einrichtungen für diesen besonderen Tag gerüstet haben und mit besonderen Ausstellungen und Führungen bei freiem Eintritt ihre Türen öffnen. Sie und alle Verantwortlichen der Museen und Sammlungen freuen sich auf einen regen Zuspruch.

Folgende Einrichtungen haben am Sonntag, 13. Mai, geöffnet:

Burgruine Altenstein
Das Mittelalter hautnah erleben, bei einem Besuch des Burgeninformationszentrums in Altenstein. Hier wird die Realität auf Burgen im Mittelalter vermittelt. Besucht werden können auch die Burgruinen Raueneck, Bramberg, Rotenhan, Lichtenstein, Gutenfels und Königsberg auf einer Wanderung entlang des burgenkundlichen Lehrpfades. Geöffnet ist von 10 bis 17 Uhr. (Maroldsweisach, OT Altenstein, Wilhelm-von-Stein-Str. 10)

Kreuzweg Breitbrunn
Der im Jahr 2011 eingeweihte Kreuzweg in Breitbrunn stellt eine besondere Art eines offenen Museums dar. Er zeigt nicht nur die vierzehn Stationen eines Kreuzwegs. Hier wird auf einer Strecke von einem Kilometer der künstlerisch bearbeitete Stein der umliegenden Steinbrüche präsentiert. Viele Bewohner von Breitbrunn gingen in langer Tradition ihrem Broterwerb hier nach. Die Figuren und Szenen des Kreuzweges wurden aus bruchrauen Findlingen dieser Steinbrüche herausgearbeitet. Sie zeigen die natürliche Symbiose mit unserer reizvollen Landschaft. Führungen: um 10 Uhr und 14:30 Uhr (Breitbrunn, Neubrunner Weg)

Nostalgiemuseum Burgpreppach
Im Obergeschoss des Rathauses ist eine komplette Wohnung im Stil der 50er Jahre eingerichtet. Die vier Räume strahlen mit ihrer original erhaltenen Wandfassung, den Einrichtungs-, Gebrauchs- und Ziergegenständen die Wohnatmosphäre der Nachkriegszeit aus. Als Sonderausstellung sind Brettspiele von 1950 bis heute aufgebaut. Geöffnet ist von 13 bis 17 Uhr. (Burgpreppach, Rathaus, Schulgasse 53).

Garnisonsmuseum Ebern
Im Untergeschoss des heutigen Gasthauses „Zum Stadl“ wird an die dort stationierten Panzergrenadierbataillone 101/103 sowie an das Panzeraufklärungsbataillon 12 erinnert. Zahlreiche Gegenstände von Uniformen, Abzeichen, Bataillonstagebüchern bis hin zu entmilitarisierten Waffen sowie Feld-Essensbesteck vermitteln in nachgestellten Szenen das Leben der Grenadiere. Eine Attraktion ist die Besichtigung des Luftschutzbunkers, der am tiefsten Punkt des Kellergeschosses liegt. Geöffnet ist von 13 bis 17 Uhr. (Ebern, Im Frauengrund 3, Gewerbepark)

Heimatmuseum Ebern
In 17 Räumen werden, mit weit über 3500 Exponaten, das Wohnen und Arbeiten der Bevölkerung von Ebern und seiner ländlichen Umgebung aus der Zeit seit 1850 veranschaulicht. Geöffnet ist von 14 bis 17 Uhr. (Ebern, Am Grauturm)

Heimatmuseum Eltmann
Hier wird in 13 Räumen die Geschichte der Stadt Eltmann und ihrer Bewohner aufgezeigt. Themenbezogen wird die ländliche Arbeit, das ortsansässige Handwerk, die Flößerei, Steinindustrie, Kugellagerindustrie sowie Weinbau veranschaulicht. Weiterhin sind im Museum eine Schusterwerkstatt, ein Schulzimmer, eine Küche, eine Baderstube und ein gemischter Textilladen mit Hutmacherwerkstatt aufgebaut. Geöffnet ist von 13 bis 17 Uhr. (Eltmann, Brunnenstraße 4)

Dokumentationszentrum Historismus, Haßfurt
Die Epoche des Historismus ist hier auf zwei Etagen nachvollziehbar. Im oberen Stockwerk werden Entwurfszeichnungen aus der Baugeschichte und Ausstellungsstücke aus der Ritterkapelle bzw. Pfarrkirche gezeigt. Die Kirchenrenovierungen jener Zeit werden damit konkretisiert. Auf einem Touchscreen können die Wappen des Wappenfrieses der Ritterkapelle und weitere Informationen über den Sakralbau interaktiv betrachtet werden. Im Erdgeschoss wird in den Zeitgeist des Historismus und der einhergehenden Frömmigkeit eingeführt und an Beispielen verschiedener Kunstgattungen wie Skulptur, Malerei, Druckgrafik, Glas- und Textilkunst sowie sakraler Metallarbeiten veranschaulicht. Geöffnet ist von 14 bis 17 Uhr. (Haßfurt, Michaelskapelle, neben Ritterkapelle)

Schmiedemuseum in Kirchlauter
Die alte Schmiede in Kirchlauter, die von 1923 bis 1966 betrieben wurde, wird am Sonntag wieder zu Leben erweckt. Das Schmieden bei offenem Feuer wird in handwerklicher Tradition gezeigt. Geschickte Besucher dürfen unter Anleitung auch selbst Hand anlegen.

Im Obergeschoss können bäuerliches Inventar, Werkzeuge und landwirtschaftliche Gebrauchsgegenstände besichtigt werden. Geöffnet ist von 13 bis 17 Uhr. (Kirchlauter, Kirchenstraße 6)

Jüdische Lebenswege – Museum Kleinsteinach
In einem malerischen Fachwerkhaus befindet sich auf zwei Etagen die Dauerausstellung zur Geschichte der Juden. Nach ihrer Vertreibung aus dem Fürstbistum 1560/61 siedelten sich Juden in der umliegenden Region an. Es entstanden die sogenannten Dorfjudenschaften. Gezeigt wird, welche Schutzherren es in Kleinsteinach gab oder welche Bedingungen ein Jude erfüllen musste, um sich hier neu anzusiedeln. Neben dem friedvollen Zusammenleben in der Dorfgemeinschaft wird auch die Zeit des Nationalsozialismus thematisiert. Geöffnet ist von 13 bis 17 Uhr. (Riedbach, OT Kleinsteinach, Am Kirchplatz 3)

Um 13.30 Uhr wird eine Führung im Museum angeboten.

Jüdischer Friedhof – Kleinsteinach
Der jüdische Friedhof ist ab 13 Uhr geöffnet.

Rundfunk- und Kommunikationsmuseum, Kleinsteinach
Ebenfalls in Kleinsteinach gibt es für Liebhaber der alten Rundfunk- und Kommunikationstechnik eine große Sammlung zu bewundern. Diese enthält Diaprojektoren, Filmvorführgeräte, Diktafone, Tonbandgeräte, Grammofone, Telefone sowie klangvolle Röhrenradios und mechanische Plattenspieler. Geöffnet ist von 14 bis 16 Uhr. (Riedbach, OT Kleinsteinach, Obere Dorfstraße 15)

Regiomontanus-Ausstellung in Königsberg i.Bay.
Regiomontanus, 1436 in Königsberg als Johann Müller geboren, war ein bedeutender Wissenschaftler des 15. Jahrhunderts. Am Salzmarkt ist eine umfassende Sammlung über den berühmten Mathematiker und Astronomen zusammengetragen. Geöffnet ist von 14 bis 17 Uhr. (Königsberg, Salzmarkt 2)

Feuerwehrmuseum Mechenried
Wirklich alles zum Thema Feuerwehr ist im Feuerwehrmuseum Mechenried zu finden. Die große Sammlung umfasst sämtliche technische Gerätschaften einer Feuerwehr, beginnend ab 1860. Außerdem sind ca. 150 Feuerwehrhelme, der älteste stammt aus dem 18. Jahrhundert, Feuerwehruniformen bis hin zu Medaillen und Plaketten ausgestellt. Geöffnet ist von 14 bis 17 Uhr. (Riedbach, OT Mechenried, Bürgerhaus, Raiffeisenstr. 8)

Synagoge Memmelsdorf
Die 1728/29 erbaute Synagoge ist die älteste noch bestehende Synagoge Unterfrankens. Am Beispiel Memmelsdorf lassen sich Geschichte und Entwicklung des fränkischen Landjudentums von der Mitte des 17. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts verdeutlichen. Eine Bildschirmpräsentation im Informationsraum gibt Auskunft über Handel und Gewerbe, von Juden im ersten Weltkrieg, dem Pogrom 1938 sowie der Auflösung der jüdischen Gemeinde in Memmelsdorf. Biografien und Familiengeschichten werden veranschaulicht.

Darüber hinaus wird in der Synagoge die Wanderausstellung „Ertragen können wir sie nicht – Martin Luther und die Juden“ gezeigt. Thematisiert wird das Verhältnis von Martin Luther zu den Juden.

Geöffnet ist von 13 bis 17 Uhr. (Untermerzbach, OT Memmelsdorf, Judengasse 6)

Museum Schloss Oberschwappach
Während im Gewölbekeller eine umfangreiche archäologische Sammlung untergebracht ist, zeugen in weiteren acht barocken Räumen des Erd- und Obergeschosses im Ostflügel über 130 Kunstwerke aus den Sammlungen der Diözese Würzburg vom vielfältigen und reichen künstlerischen Schaffen des 17. und 18. Jahrhunderts. Darüber hinaus ist im Westflügel, im ersten Stock, die aktuelle Ausstellung „BLAUGRAU“ zu sehen. Auch der heimische Künstler Gerd Kanz stellt aus. Nach Bedarf werden durch alle drei Museumsabteilungen kostenlose Führungen angeboten. Geöffnet ist von 14 bis 17 Uhr. (Knetzgau, OT Oberschwappach, Schloßstraße 6)

Foto- und Filmmuseum, Zeil a.Main
Zur Geschichte der Fotografie, des Films und der Optik zeigen 1.500 Fotoapparate und weitere 8.000 Exponate die Entwicklung dieser Branche. Daneben ist die weltgrößte Foto-Nippes-Sammlung zu sehen, die Alt und Jung gleichermaßen begeistert. Geöffnet ist von 13 bis 16 Uhr. (Zeil a.Main, Schulring 2)

Dokumentationszentrum Zeiler Hexenturm, Zeil a.Main
Eine Dokumentation im Originalschauplatz Stadtturm und im angebauten Fronhaus informiert über die Hexenverbrennungen und die Zeit der Hexenverfolgung in Zeil. Durch Aufarbeitung zahlreicher Dokumente, wie dem Tagebuch des Johann Langhans, Briefe, Protokolle der Vernehmungen und Folterungen der betroffenen Menschen, werden Besucher für dieses komplexe Thema sensibilisiert. Geöffnet ist von 11 bis 17 Uhr. (Zeil a.Main, Obere Torstraße 14)

Treffpunkt Heimat, Zeil a.Main
Im gleichen Haus ist im Erdgeschoss die Dokumentation “Treffpunkt Heimat”. Hier wird die Geschichte der Vertreibung der Sudetendeutschen und der Römerstädter, die Ankunft der Flüchtlinge im Landkreis und in der Stadt Zeil am Main dokumentiert. Auch von der Integration, der Entstehung der Römerstädter Wallfahrt bis hin zur Partnerschaft mit dem heutigen Rymarov wird berichtet. Geöffnet ist von 11 bis 17 Uhr. (Räume sind im Dokuzentrum Zeiler Hexenturm)

Weitere Museen und Sammlungen

Im Landkreis Haßberge gibt es darüber hinaus noch folgende Museen und Sammlungen, die nach Vereinbarung jederzeit besichtigt werden können:

  • Eisenbahnmuseum Emil Lehmann in Hofheim, Bahnhofstraße 18, Telefon 09523/1305
  • Heimatmuseum Stettfeld, Am Rathaus 1, Telefon 09522/7819 und 09522/437
  • Waagensammlung Peter Ulrich in Untermerzbach, Bürgerwerkstatt, Marktplatz 7,
    Telefon 09533/982314

Weitere Informationen

Weitere Informationen unter www.museum.hassberge.de. Die Broschüre „Dauerausstellung – Museen und Sammlungen im Landkreis Haßberge“ kann angefordert werden bei: kulturstelle@hassberge.de, Telefon 09521/27-324.