80 Jahre vhs Bamberg Stadt

Die Volkshochschule als Ort der Begegnung: Dozentinnen und Dozenten beim Sommerfest zum 80-jährigen Bestehen auf der Terrasse des Alten E-Werks. Foto: Stadtarchiv Bamberg, Jürgen Schraudner

80 Jahre vhs Bamberg Stadt: Wo Stadt entsteht –  Festvortrag zur Semestereröffnung beleuchtet die Bedeutung von Begegnung, Bildung und gemeinsamen Orten

Was macht eine Stadt zu einem Ort, an dem Menschen gerne leben? Und welche Rolle spielen Begegnung, Bildung und gemeinsame Orte für das gesellschaftliche Miteinander? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Baureferentin Annegret Michler in ihrem Festvortrag „Wo Stadt entsteht. Über Begegnungen, Bildung und die Kraft gemeinsamer Orte“ am Donnerstag, 17. September, um 19 Uhr im Großen Saal des Alten E-Werks. Die Veranstaltung bildet zugleich den Auftakt des Jubiläumssemesters „80 Jahre Volkshochschule Bamberg Stadt“.

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Städte entstehen nicht allein aus Straßen, Plätzen und Gebäuden. Sie entstehen auch dort, wo Menschen zusammenkommen, sich austauschen, miteinander lernen und Gemeinschaft erleben. Eine besondere Rolle spielen dabei sogenannte „Dritte Orte“ – Orte zwischen Zuhause und Arbeitsplatz, die Identität, Begegnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Die Volkshochschule ist seit 80 Jahren ein solcher Ort: Sie verbindet Bildung mit Begegnung und gesellschaftlichem Austausch.

Annegret Michler beleuchtet in ihrem Festvortrag anhand von Beispielen aus Bamberg und aktuellen Erkenntnissen der Stadtforschung, wie Architektur und öffentliche Räume Gemeinschaft stiften und gesellschaftlichen Wandel ermöglichen können. Dabei geht die Architektin und Stadtplanerin auch der Frage nach, wie Städte gestaltet sein müssen, damit in einer Zeit zunehmender Digitalisierung auch künftig Menschen unterschiedlicher Generationen und Lebenswelten zusammenkommen.

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„Damit Menschen miteinander ins Gespräch kommen“

„Eine lebendige Stadt braucht Orte wie die Volkshochschule, an denen Menschen nicht nur vorbeikommen, sondern bleiben, sich austauschen und gemeinsam etwas erleben“, formuliert vhs-Leiterin Dr. Anna Scherbaum den Gedanken hinter dem Festvortrag. „Gerade in einer Zeit, in der sich unser Zusammenleben durch Digitalisierung und gesellschaftliche Veränderungen wandelt, ist persönliche Begegnung wichtiger denn je“, so Dr. Scherbaum. „Als Bildungs- und Begegnungsort wollen wir auch in Zukunft dazu beitragen, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen, voneinander lernen und Gesellschaft mitgestalten.“ „Wir.bilden.Bamberg“ – der Leitgedanke der vhs verweist damit auch auf eine zentrale Frage für die Zukunft: Wie wollen wir miteinander leben, lernen und unsere Stadtgesellschaft gestalten?

Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier eröffnet die Semestereröffnung mit einem Grußwort. vhs-Leiterin Dr. Anna Scherbaum gibt einen Einblick in das Programm des Jubiläumssemesters. Die musikalische Gestaltung übernimmt die „Frensdorfer Session-Musik“. Im Anschluss besteht bei Getränken und kleinen Snacks Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

80 Jahre Volkshochschule Bamberg Stadt

Mit dem Herbst-Wintersemester 2026/27 feiert die Volkshochschule Bamberg Stadt ihr 80-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1946 steht sie für lebenslanges Lernen, gesellschaftlichen Austausch und kulturelle Teilhabe. Zum Jubiläumssemester bietet die vhs rund 850 Angebote aus den Bereichen Gesellschaft, Kultur und Kreativität, Gesundheit, Sprachen, Beruf und Digitales. Hinzu kommen Führungen, Vorträge und Exkursionen sowie Angebote der „jungen vhs“ für Kinder, Jugendliche und Familien.

Das Jubiläumssemester beginnt am 21. September. Die Anmeldung zu den Veranstaltungen startet am Dienstag, 8. September. Das komplette Programm ist unter www.vhs-bamberg.de abrufbar.