Abschlussklassen besuchen Europaparlament

Foto: Michaela Appel

Haßfurter Abschlussklassen der Berufsfachschulen für Ernährung und Versorgung, Sozialpfelge und Kinderpflege eroberten das Europaparlament in Luxemburg.

Der Bus „rollte pünktlich vom Hof“ der Heinrich-Thein-Schule in Haßfurt. Am 22. Juli 2026 ging es los. Die Abschlussklassen im Bus haben Dynamik. Musik dröhnt. Manche schlafen noch. Finanziert wurde die gesamte Fahrt übrigens aus Erasmus-Mitteln der Europäischen Union. Kostenlos für die Schüler – eine feine Sache.

Die Autobahn war überraschend leer. Kein Stau, absolut gar keiner. Wir erreichten den Stadtteil Kirchberg deshalb eine ganze Stunde früher als im Ablaufplan vorgesehen. Glasfassaden ragten in den Himmel, hier schlägt das Herz der Europäischen Union. Das Europäische Parlament wirkt aus der Nähe riesig.

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In der Ausstellung, im Konrad-Adenauer-Gebäude, „Erlebnis Europa“ tauchten die Schüler direkt ein, keine verstaubten Vitrinen, stattdessen gab es dort moderne Multimediatools. Wer wissen will, wie die EU tatsächlich funktioniert, klickt sich hier durch. Der Einfluss auf unser tägliches Leben in Deutschland wird plötzlich greifbar. Und die Frage, wie man selbst etwas bewegen kann, steht im Raum, macht nachdenklich.

Zwei Praktikanten hielten danach einen lebendigen Vortrag für unsere Gruppe. Trockene Politik? Keineswegs. Die Jugendlichen hörten interessiert zu. Zum Abschluss gab es ein aktives Quiz, bei dem alle mitfieberten und Kniffliges knackten.

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Später ging es ins Hotel am Rande der Stadt, perfekte Lage. Der öffentliche Nahverkehr fährt direkt vor der Tür ab. Das Beste daran: In Luxemburg kostet Bus und Bahn keinen einzigen Cent. Das gilt für alle Fahrgäste, ein Traum für jede Schülergruppe.

Die Hauptstadt des Großherzogtums wartete bereits auf uns. Die Entdeckungstour begann: historische Altstadt, beeindruckende Bock-Kasematten, die tief in den Felsen gehauen sind. Der großherzogliche Palast erstrahlte in der Sonne. Wir schlenderten an alten Kathedralen und Klöstern vorbei. Atemberaubende Brücken spannen sich über tief eingeschnittene Täler. Luxemburg verbindet Alt und Neu auf extrem engem Raum.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen traten wir bereits die Rückfahrt an. Die Zeit verflog rasend schnell. Im Spessart legten wir noch eine Pause für ein gemeinsames Mittagessen ein. Pünktlich zum regulären Unterrichtsende spuckte uns der Bus wieder in Haßfurt aus. Eine kurze Reise, die lange im Gedächtnis bleibt.

Quelle: Michaela Appel